Vor einigen Jahren erschoss ein Vater aus unserem Ort zuerst seine beiden minderjährigen Kinder und anschliessend sich selbst.
Im Familienkreis gab es Suizide.
Ja, in meiner Studentenzeit wohnten meine Freundin und ich über einem alten Herrn (über 90). Eines Tages kaufte ich beim Bäcker ein und mich packte plötzlich eine Unruhe, ich sah mich im ganzen Geschäft um und dachte, hier muss doch der Herr sein. War er aber nicht.
Als herauskam, dass er in seiner Wohnung ermordet wurde, hat die Polizei sehr luschig ermittelt, d.h. für sie stand von Anfang an fest, dass der vorbestrafte Neffe der Täter war. Der Verteidiger konnte nachweisen, dass der Neffe es nicht gewesen sein konnte, alle anderen Spuren waren inzwischen verwischt, so dass man den Täter nie gefasst hat.
Eine ganze Zeit nach dem Mord klingelte die Polizei bei mir - meine Freundin war nicht da - und hielt mir die Polizeimarke unter die Nase. Ich kam mir vor, wie in einem schlechten Krimi. Obwohl ich ein reines Gewissen hatte wurden mir die Knie etwas weich. Die Polizisten fragten, wo ich zur Tatzeit war, und ich antwortete entsprechend der Zeit, die ich in der Zeitung gelesen hatte. Dann - wieder wie im Krimi - nein, zu der Zeit wurde er nicht ermordet und die Polizisten nannten mir die Zeit, als ich in der Bäckerei war. Da wurde mir sehr seltsam zu Mute, aber von meiner Unruhe beim Bäcker habe ich ihnen nichts erzählt.
Ja, auch in der Verwandschaft gab es einen Mord, wenn die Polizei es auch anders sieht. Eine entfernte Tante (auch schon älter) und ihr Mann lebten in einem Haus mit Garten, den sie mit einer riesigen Hecke umgeben hatten, damit keiner in den Garten sehen konnte. Das sollte man besser lassen. Der Onkel lag im Krankenhaus im Sterben, die Tante war also allein zu Hause und eines Tages spurlos verschwunden. Sie wurde mit Hubschraubern und allem technischen Aufwand gesucht und nicht gefunden. Nach langer Zeit wurde das Haus verkauft und man fand ihre Leiche in der Klärgrube die mit einer großen Steinplatte abgedeckt war. Vom Haus führte ein so niedriger Gang zu der Klärgrube, dass man auf Knien rutschen muss, wenn man dorthin gelangen will.
Die Polizei legte den Fall mit Suizid zu den Akten. Die Tante soll also auf ihren stark von Arthrose befallen Knien den langen Gang entlang gerutscht sein, um sich in der Klärgrube zu ertränken, oder die schwere Steinplatte weggeschoben und nach dem Versinken in der Sch... wieder über die Öffnung gezogen haben.
Die Schwägerin (Mexicanerin) meines Sohnes wurde in Mexico gefoltert und ermordet, weil sie sich als Psychologin in Fernsehsendungen regelmäßig für die Rechte von Minderheiten eingesetzt hat, insbesondere von Transidenten. In einer großen Demonstration hat die Bevölkerung gefordert, dass die Polizei dem Mord nachgeht, was in Mexico nur sehr begrenzt der Fall ist. Die Mittäter wurden gefasst und wegen eines Verfahrensfehlers dauerte die Haft nicht lange. Der Haupttäter ist bis jetzt nicht gefunden worden.
Mord oder Versuche nicht.
Aber in dem kleinen Dörfchen, in dem ich groß geworden bin, haben sich ganz viele Menschen umgebracht. Aufgehängt, erschossen, ins Auto Abgase eingeleitet .... ältere und junge Leute. Ich weiß noch, wie entsetzt wir waren. In so einem kleinen Dorf! Und dann so viele Leute! Auf Anhieb fallen mir 6 Menschen ein, schrecklich!!!
Ja, einen Doppelmord von einem Ehepaar hier aus dem Ort. Es war 1965. Der Mann(Mörder) wurde als letzter im Dezember 1965 in Leipzig hingerichtet. Es war die letzte Hinrichtung in der DDR. Seine Frau (Beihilfe zum Mord) bekam 1 Jahr und 9 Monate Gefängnis. Angeblich wurde der Mörder Mitte der 80 Jahre noch im Zuchthaus in Brandenburg gesehen. Keiner weis also so richtig ob er hingerichtet wurde oder nicht. Seine Frau bekam jedoch 1965 eine Sterbeurkunde. Aber es war alles zu DDR-Zeiten ....
jetzt fällt mir was ein, vor langer zeit hat ein schüler (also praktisch mind. 18j. alt) der FOS die sekretärin ermordet, weil sie ihm ein dokument (dass er bestanden hat) nicht ausschreiben wollte, weil er ja nicht bestanden hatte, das ganze war mit dem messer....., sowas geht in keinen kopf rein, wie man dazu fähig ist,
ich bin dann etwa 1 j. später auf diese schule, grusel,
Vor ca. 5 Jahren wurde eine junge Lehrerinq ein paar Querstraßen entfernt von einem Schüler, der sie gestalkt hat, ermordet. Den Täter hat man gefasst und verurteilt.
Dann gab es ca 1 Km entfernt einen Banküberfall, da wurde der Kassierer ermordet. Der Täter war vorher in einem Café und hatte etwas getrunken. Aufgrund der Bilder der Überwachungskamera der Bank hat die Bedienung des Cafés die Tasse der Polizei gegeben und so konnte gezielt gefahndet werden. Der Täter flüchtete nach Holland und wurde bei der Festnahme erschossen.
Ja, leider, Suizid in der nahen Familie.
Vor ca. 20 Jahren hat ein Mann in unserer näheren Umgebung seine Frau und die 3 Kinder umgebracht. Schlimm war, wie die sensationslüsterne Presse sich damals bei uns in der Gegend verhielt: wollte mich zu diesem Vorfall interviewen auf offener Straße; habe ihnen deutlich meine Meinung gesagt.
Nein, zum Glück nicht.
Allerdings hat sich der Sohn eines befreundeten Ehepaares meiner Neffen das Leben genommen mit 17 Jahren. Das hat uns alle erschüttert.
Zur Zeit, als wir noch neben der Kirche wohnten, hat ein psychisch Kranker eine Frau in der Kirche verprügelt und dann die steinerne Kirchentreppe hinabgestoßen. Sie starb.
1. Vor ca. 20 Jahren Enkelin und Freundin haben die Oma umgebracht, weil die ihnen kein Geld geben wollte. Das geschah kaum 400 m weiter weg.
2. Vor ca. 10 Jahren eine Frau radelte von unserem Stadtteil in den anderen auf einem Feldweg. Da sie bei der Arbeit nicht ankam rief eine Kollegin zu Hause an. Der Ehemann ging ans Telefon und machte sich sogleich auf die Suche und fand seine Frau erschlagen in einer Hecke,keine 3 Meter neben dem Feldweg. Es kam dann heraus, dass schon einige andere Personen dort vorbei radelten. Die sahen wohl das Rad am Baum gelehnt, aber nichts von der Toten. Der Täter wurde niemals gefasst. Kannte die Leute von sehen und habe auch ab und zu kurz mit ihnen geredet.
Vor mehr als 20 Jahren hier in der Wohnanlage hat ein junger Mann seine nicht vom ihm schwangere Frau ermordet und dann noch angezündet ... war ganz schrecklich...
Hier im Dorf hat ein junger Mann ein Mädchen ermordet, er war vorher schon als sadistischer Tierquäler aufgefallen. Eine Tante sprang vor etlichen Jahren aus Liebeskummer aus dem Fenster. Selbstmorde gab es einige: zwei Menschen ertränkten sich in einem Teich, eine junge Frau sprang von der Autobahnbrücke nahe der Nachbarstadt, ein junger Mann erhängte sich, weil er dachte, er hätte Nierenkrebs, einer brachte sich aus religiösen Gründen um - und so fort.
Vor einiger Zeit hat hier ein 81 jähriger seine zu pflegende Frau erdrosselt und wollte sich auch selbst umbringen. Das hat aber nicht geklappt. Was mag da für ein Schicksal hinter stecken. Es gibt keine Rechtfertigung aber ich möchte es verstehen.
Ja, leider! Vor vielen Jahren hat in der Nachbarschaft ein mann seine Frau erstochen, nachdem sie sich in der Kneipe gegenüber unseres Hauses besoffen hatten. Ich kannte die beiden nur vom Sehen, aber es war trotzdem schlimm. Der Mann war im Knast, ist aber inzwischen wieder entlassen und ist weggezogen.
Vor sehr vielen Jahren wurde in unserer Umgebung ein Liebespaar erschossen. Der Mörder wurde gefasst. Den Namen des Mörders weiß ich noch.
Oh noch etwas: der Filialleiter eines Geschäftes wurde auch vor zig Jahren in meiner Heimatstadt ermordet. Der Täter wurde auch gefasst. Nach Ende der viele Jahre dauernden Haftstraße sah ich ihn von Zeit zu Zeit in der Stadt. Persönlich kannte ich ihn nicht, nur durch die Zeitungsfotos.
Ja. Hier im beschaulichen Dorf. Da hat doch tatsächlich ein Arzt erst seine Frau, dann sich selbst umgebracht. Man vermutet, dass er Suizid begehen wollte und seine Frau nicht allein weiterleben sollte. Schrecklich.
Ja, und das geht mir heute noch nahe, obwohl es fast 40 Jahre her ist. Meine Mutter hatte eine Bekannte, deren Enkeltochter sie immer in den Ferien besuchte. Durch die Bekanntschaft wurden das Mädchen und ich Freunde, sie war ca. 1 Jahr jünger. Eines Tages in den Sommerferien, ich war damals 12 oder 13 Jahre alt, sagte das Mädchen zu mir, ihre Oma und sie wollen im Ort eine Familie besuchen, deren Tochter ist 16 Jahre alt. Ob ich Annemarie kenne ?? Nein, ich kenne sie nicht, aber ich komme gerne mit. So verbrachten wir den Nachmittag im Zimmer von Annemarie. Irgendwann entdeckte ich ein Donald Duck Taschenbuch und begann darin zu lesen. Als wir gingen, fragte mich Annemarie, ob ich das Buch behalten möchte. Ich war überrascht und bedankte mich.
Ein paar Wochen später war Annemarie zu Besuch bei ihrer älteren Schwester, die im Ort eine eigene Wohnung hatte. Der Freund der Schwester wollte scheinbar was von Annemarie, die sich natürlich wehrte und er hat hat sie dabei erwürgt.
Die Geschichte ging mir sehr nahe. Ich muss immer wieder mal an Annemarie und das Taschenbuch denken.
Vor einigen Jahren hatte sich ein Mann ca. 30 m von mir entfernt im U vor die einfahrende S-Bahn in Stuttgart-Mitte gehechtet.
Es war so übel, der Bahnführer legt zwar Vollbremsung hin, trotzdem kam die Bahn nicht rechtzeitig zum stehen. Die meisten Wagen blieben noch im Tunnel, kurz drauf kamen die ersten Mädels aus dem nahe gelegen Mädchengymnasium die Treppen runter. Mir war schlecht, ich musste gleich wieder in das Büro, wo ich vorher weg gegangen war.
Feuerwehr, Notfallwagen waren sofort vor Ort.
Dieses Bild habe ich noch heute vor Augen und mag keine Bahnsteige mehr. Als ich mit den Öffentlichen gefahren bin, gab es viel zu oft "Personenschaden", später "Personen auf den Gleisen".
Und ein Mann (auch in der Nachbarschaft) wurde nicht damit fertig weil er so viel Zucker hatte... er hat sich erhängt. Tragisch war... er hinterließ 2 schulpflichtige Kinder und eine Frau.
Auch eine Arbeitskollegin... die mir eine gute Freundin war wählte den Freitod. Sie hatte ganz starke Depressionen... sie konnte es nicht verkraften dass ihre Kinder auf sie aufpassen mussten... wo es doch umgekehrt sein sollte. Sie war so arm... sie hat mir vieles anvertraut (was ich aber alles bei mir behalte)... ich denke für sie war es eine Erlösung. Der Pfarrer hat so schön geredet über sie... da mussten alle weinen.
Ja... wo ich früher wohnte hat ein Vater seine erwachsene, schon verheiratete Tochter ermordet.
2 Häuser entfernt von meinem Haus... ich wohnte erst einige Wochen dort... ich hab aber nichts wahrgenommen. Als ich am Tag darauf zur Arbeit ging... hat mich ein Patient gefragt ob ich keine Angst hätte... und dann erzählte er es mir... dann hatte ich schon ein mulmiges Gefühl.
... ja, 2013 wählte ein Ehepaar im Nachbarhaus den Freitod. Sei hatten alles bis in Kleinigkeiten geregelt - ich war erschüttert, dass sie keinen anderen Weg fü+r sich haben finden können. Ich denke noch relativ häufig an sie ... obwohl wir nur flüchtig Kontakt hatten, denn beruflich war ich zu oft unterwegs, so dass mich früher nur wenige Nachbarn etwas kannten.
Wenn Selbstmord hier auch genannt werden kann, dann ja.
Vor 17 Jahren hat sich mein Mann (wir waren 21 Jahre verheiratet) hier im Haus das Leben genommen, er hat sich erhängt. Er hat drei Abschiedsbriefe zurückgelassen, in denen zum Ausdruck kam, dass er mit sich und der Welt nicht klar kam.
Heute würde ich sensibler auf bestimmte Anzeichen reagieren, die ich damals noch nicht richtig deutete.
Er war damals 44 Jahre, ich 43 unser Sohn 18.