Christrosen nehme ich gerne als Grabschmuck, damit auch im Winter auf dem Friedhof etwas Blühendes zu sehen ist.
Zuhause im Gartenbeet habe ich beide, Christrose und Lenzrose. Wie der Name sagt, blühen sie zuverlässig um das Christfest herum oder eben im Lenz :)
Ich mag die beiden Pflanzen sehr, sie sehen edel aus und sind trotzdem unempfindlich.
Christrosen habe ich mit der ersten gar kein Glück gehabt. Letztes Jahr eine wunderschöne im Beet vor dem Küchenfenster, dann fielen die Blätter ab, später im Frühjahr schlug sie neu aus. Und plötzlich waren die Blätter wieder weg, Ich hatte die Nachbarskinder in Verdacht, bis ich an einem feuchten Frühsommerabend eine fette Nacktschnecke bei Dinner in meiner Christrose erwischte.
Jetzt blüht an gleicher Stelle wieder eine und eine andere zusammen mit winterharter Heide im Balkonkasten :)
Schneerosen haben im Garten vor meinem Elternhaus einen Platz gehabt, Lenzrosen waren damals noch nicht bekannt. Leider habe ich keinen Garten mehr, aber ich habe eine Pflanzschale auf meinem Balkon stehen und freue mich an den Winteblüten
Christrosen waren die Hochzeitsblumen meine Mutter, die Angang Februar geheiratet hatte, damals Mitte der Fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts.
Sie waren und sind deshalb bei uns immer etwas Besonderes, auch wenn Mutter schon lange nicht mehr lebt.
Christrosen sind ein Bild für die Hoffnung, wenn mitten im Winter so viele reinweiße Knospen sich aus dem grünen Blätterteller recken. Wir haben einen dicken Busch davon im Garten stehen. Der Versuch, eine Blüte mit einem Blatt und einem Tannenzweig als Tischdeko zu nutzen, ist aber gescheitert, weil es der Blume drinnen zu warm ist. Das unterlasse ich also, und der Busch wird ohne Beschneidung draußen immer größer.
Um die Christrose rankt sich eine sehr liebevolle Sage, die manchem vielleicht als kitschig erscheint, aber die doch viel Herz zeigt: Als die Hirten auf dem Weg zum Stall waren, hatte jeder eine kleine Gabe für das Christkind dabei.....alle bis auf einen. Dieser war traurig, denn er kam mit leeren Händen, so arm war er. Beschämt liefen ihm die Tränen übers Gesicht, und als sie zu Boden fielen, wuchsen aus ihnen weiße Blumen, die der Hirte nun als Geschenk dem Neugeborenen mitbringen konnte. Die Christrose war geboren.
Lenzrosen, die später als Christrosen blühen, gefallen mir nicht so. Frühlingsblüher gibt es ja genug, die viel bunter und leuchtender sind. Für mich geht nichts über die weiße, einfache Blüte der Christrose.
Ich finde sie wunderschön und habe bei einer Gartenaussstellung vor längerer Zeit erst einmal gesehen, welch verschiedene Sorten es gibt. Fast verblühte, verschiedenenfarbige Blüten, in einer flachen Glasschale angeordnet die auf einem rohen Holztisch stand, hatte sofort mein Herz erobert! In meinem Garten gibt es auch an zwei Stellen Christ- oder Lenzrosen. Eine davon hatte sogar irgendwann im Oktober mal Blüten getrieben.
Habe sehr viele im Garten, es sind dankbare Pflanzen. Den weißen Nieswurz = Christrose blüht schon, lasse ich sich vermehren, wenn er nicht blüht, erfreuen die Blätter.
Die roten oder zweifarbigen Züchtungen sind etwas anspruchsvoller, verbreiten sich aber auch gern und blühen erst im Frühjahr.
Kürzlich habe ich mir einen Blumentopf mit Christrosen bei Aldi gekauft. Er steht aber noch im kalten Windfang. Hinter der Eingangstür ein winziger Raum, 1 qm. So kommt die Kälte nicht sofort ins Haus. Meine Nachbarn heizen dort. Aber ich finde das Energieverschwendung.