Es geht nicht wirklich um die Bienenvölker, die gehalten werden, es geht um die arteinreichen Wildbienen, um Hummeln, um Insekten und in der Folge um die Vögel, die ihre Jungen nicht mehr füttern können, weil kein Futter vorhanden ist!!
Selbst die Samenfresser benötigen für ihre Kleinen meist Insekten, da diese die Inhaltsstoffe des Wachstums beinhalten!!
Bei mir gibt es keinen Rasen, das ist Gras. Ich muss zeitig mähen, da ich mittlerweile eine Gräserallergie habe :-((
Einzelne Inseln lasse ich stehen. Dasselbe gilt für Beete, da darf vieles wachsen und seit ich das so lasse, schwupps gibt es eine Artenvielfalt.
Daran zeigt sich, dass Pflanzen gerne in einer artenreichen Gesellschaft wachsen.
Zu meinen Buschbohnen habe ich rote Beete gesät und zu meinen Tomaten gibt es Sonnenblumen.
Ich habe mittlerweile 4 Sorten Mohn, der aufgegangen ist. Auf Beinwellblüten sind Insekten ganz verrückt und dann geht es an die Mohnblüten. Salbei beginnt ebenfalls mit der Blüte und die Kakteen stehen bereits in den Startlöchern. Auch Kakteenblüten werden sehr gerne besucht, obwohl das keine einheimische Vegetation ist.
Auch gehe ich davon aus, dass gerade wegen der Schottergärten viele auf Artenreichtum setzen.
An meinem Auto habe ich wieder vermehrt Trefferopfer kleben.
Ich denke, da hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Bei uns im Dorf gibt es jetzt die Aktion "R. blüht auf" da kann jeder Bürger für eine Ecke, Wiese, Beet, Kübel - was auch immer als Pate fungieren und den mit Pflanzen seiner Wahl bestücken und pflegen. Hauptsache, es blüht bunt.
Wir haben im Garten schon einige Jahre einen Streifen, der nur 1-2 mal gemäht wird und immer bunte Samenmischungen bekommt.
Und die ersten Bundesländer verbieten endlich diese toten Steinvorgärten!
Auch Straßengräben bleiben immer häufiger ungemäht. Finde ich gut, solange ein kleiner Streifen bis zu den Straßenpfählen frei bleibt. Das ist m.E. für die Sicherheit wichtig.
Vom Umdenken hier auf dem Dorf merke ich nix! Da feiern die Steingärten mit möglichst dicken Brocken fröhliche Urständ. Und weil dann doch hier und da ein Kräutlein durchkommt, wird ordentlich abgeflämmt. Ordnung muss sein. Auch beim Nachbarn, der seine beiden großen Rasenstücke jede Woche superkurz mäht; fehlt noch, dass er die Ränder mit der Nageschere schneidet.... Bäume rangieren hier unter Unkraut, Beton und Asphalt regieren - ein Trauerspiel allerorten. Ich bemühe mich nach Kräften, Natur in meinem Areal zuzulassen, Disteln und Brennnesseln dürfen blühen usw. Zum Glück liegt mein Garten hinter Haus und Scheune, also nicht einsehbar, sonst hätte ich sicher schon einige "Ratschläge" von wohlmeinenden Passanten bekommen....
Es hat tatsächlich ein Umdenken stattgefunden. Jeder, der mit dem Auto früher unterwegs war, musste die Scheibe danach putzen. Das gibt es nicht mehr. Daran merkt man, dass es wahnsinnig viele Insekten nicht mehr gibt.
Es findet ein Umdenken statt,definitiv, allüberall Blumeninseln, besonders schön anzusehen, wenn der Hausmeister einer Wohnanlage perfekt mäht,aber eine große Fläche mit Margeriten unangetastet lässt! Im OA sieht man das jetzt oft, eine Wohltat für's Auge.
@Laura
Danke fürs Mutmachen! Aber hier sind die Böden sehr karg, es kann auch sein, daß diese Blumen mehr brauchen. Egal: was wachsen möchte, darf das.
Da mein Garten relativ klein ist (ca. 70qm) und dort zwei Bäume Pflicht waren habe ich von Anfang an mir sowieso keinen Rasen anlegen lassen.
Ich habe dann heimische Arten wie z.B. Mädesüß, Blutwurz, Bachbunge, Arnika, Kamille, verschiedene Sorten Johanniskraut usw. angesiedelt, die normalerweise in Wiesen vorkommen. Zwischendrin sind kleine Trittplatten. Unter den Beerensträuchern am Zaum habe ich Bärlauch gepflanzt der auch so wunderschön blüht.
Aus dem Ballspielalter bin ich raus also brauche ich auch keinen Rasen.
@ Laura
Danke für deine sehr interessanten Links, die ich mit Interesse gelesen habe. Über vieles, was man alltäglich so selbstverständlich beobachtet, denkt man eigentlich gar nicht richtig nach. Die beiden Links bringen mir das Bienenleben wirklich nah. Ich kann ja nachvollziehen, dass die Bienen mit tänzelnden Bewegungen untereinander kommunizieren, aber wie Naturforscher entdecken können, wie sich die Farbwahrnehmung bei Bienen darstellt, dass sie Rot z.B. als Schwarz identifizieren, bleibt mir schleierhaft. Letztendlich bleibt die Natur ein unerschöpfliches Wunderwerk. Liebe Grüße an dich, Laura!
Nein, das meinst nicht nur du Engelbert, ich stelle es auch hier bei uns im ja fast ländlichen Bereich auch fest. Breite Blühstreifen an den Feldern, seitlich der Landstraße immer mehr blühende Farbstreifen, sogar in Duisburg hab ich jetzt viele blaue Wogen von -ich glaube das ist so etwas wie Salbei?- gesehen. Hier bei uns ist mir ein Kreisverkehr aufgefallen dessen Insel auch ganz verschieden, aber strukturiert, blüht. Möge es sich weiter verbreiten, dieses Umdenken.....
@Bärenmami: hab Geduld, die Blütensamen gehen oft erst im zweiten Jahr auf
Blumenwiesen schön und gut, von diesen entstehen tatsächlich mehr. Auch viele Landwirte lassen Blühstreifen. Aber wenn dann gleichzeitig mit Pestizide die Insekten wieder getötet werden bringt das gar nichts. Das Umdenken muss bei Glyphosat und ähnlichem anfangen. Daher Bio aus regionalem Anbau konsumieren soviel geht.
Nicht nur Du hast diesen Eindruck. Wir lassen schon viele Jahre einen Teil unserer Obstbaumwiese für einen gewissen Zeitraum ungemäht und erfreuen uns dann an den vielen Wildblumen. Im vergangenen Jahr ließen noch andere Nachbarn die Stellen mit Margeriten stehen oder den gesamten Rasen ungemäht. Und man sieht auch immer mehr insekten-/bienenfreundliche Stauden in den Gärten.
Es sieht wirklich so aus, dass allmählich ein Umdenken einsetzt. Und das ist gut so. Solch ein Umdenken findet nicht nur im Gartenbereich statt, sondern mir fällt das auch verstärkt im allgemeinen Leben auf. Auf einmal sind Einkochen, Gemüseanbau, Kleidung reparieren statt wegwerfen und solche Dinge wieder "in".
Ich glaube, langsam aber sicher findet ein Umdenken statt. Zumindest sind mir bei Autofahrten immer öfter Blühstreifen an den Feldern aufgefallen. Auch in Städten gibt es immer mehr Blumenwiesen, die nur 1-2 mal gemäht werden. Finde ich toll.
Dieses Umdenken ist in unserer Gegend auch feststellbar. In jedem Gartencenter, sogar im Baumarkt, entdecke ich Samentütchen für insekten- und bienenfreundliche Aussaatflächen. Vor vielen Häusern sieht man Randstreifen, die damit kunterbunt aufgeblüht sind. Das finde ich schön und lobenswert. Wenn allerdings in einer gepflegten Rasenfläche ein in die Höhe schießender Blumenmix einfach stehen gelassen wird und permanent ins Auge fällt, dann nervt mich das. Das ginge doch auch in einer weniger auffallenden Ecke. Dass Wildwiesen spät abgemäht werden, ist im Allgäu doch schon lange so. Ich habe immer gern die blühenden Wiesen dort gesehen, aber auch den Duft von frisch gemähtem Gras gerochen. Können Bienen eigentlich riechen oder fliegen sie nur wegen der bunten Signalfarben auf die Blüten? Klärt mich bitte mal auf......Bienchen und Blümchen :-))
Ja ich glaube schon, dass das die ersten Schritte zum Umdenken sind. Nicht nur bei den Hobbygärtnern, auch die Gemeinden machen mit. Wir bekamen im März durch die Gemeindepost mitgeteilt, dass an einigen Stellen Blumenwiesen entstehen. Das finde ich sehr gut, denn es verschönert das Gesamtbild des Ortes.
Hoffentlich setzt sich dieses Umdenken auch beim Plastikmüll durch.
Wir hatten immer schon einen etwas verwilderten Garten. Im letzten Jahr ist eine völlig verwildertes Nachbargrundstück gerodet worden (Bauvorhaben). Das hat uns dazu gebracht, den Vögeln unseren Garten zu überlassen - das wurde dankbar angenommen.
Das Gras darf wachsen und wird erst in den nächsten Tagen gemäht. Ich habe auch Bienenfutter, Bauernblumen etc gesät, aber der Frühling war hier zu kurz.
Da kommt leider wenig.
Das Gemüse, inkl Kartoffeln, wurde auf die Terrasse ausgelagert.
Schon beim Löwenzahn habe ich die Blicke einiger Nachbarn gesehen! (Daß er nicht aussamen darf, weil ich Verblühtes von Hand gekappt habe, hat wohl niemand gemerkt).
Die meisten (Vor)Gärten befinden sich im Stein- oder Nagelscherenmodus.
So richtig umgedacht wird nicht. Aber jeder, der bei uns draußen sitzt, sagt spontan: was für eine schöne grüne Oase!
Das it nicht nur gemeint, angenommen - es findet ein Umdenken statt. Gut, noch nicht überall, aber immer mehr.
Liegt es vielleicht auch daran, dass immer mehr Landwirte aufgeben, ihre Felder nicht mehr bebauen, bewirtschaften und sich kein andrer Landwirt findet, der diese Flächen pachtet?
Unserer Natur tut es sicherlich gut, wenn wieder Brachflächen ergrünen, Blumen blühen und dadurch Insekten, Schmetterlinge, Bienen usw. angelockt werden. Ab und an hilft dann ein Mensch nach und streut einfach "Insekten-Futter-Blumen-Samen" und wartet ab.
Las hier grad Stichwort Rasen - Rasenmäher:
heute kam auf Antenne Bayern ein Scherzanruf zum Thema Mähroboter
Hier ist der Link zum Audio: https://kurzelinks.de/lgyc
Meine Wiese ist übersichtlich: 3 m breit und 2 m tief. Die Halme reichen mir bis an die Hüfte. Da stehen die gelben Butterblumen drin, zarte weiße, kenne den Namen nicht, und noch einiges Unkraut. Niemand außer den Balkonnachbarn kann es sehen. Leider sehe ich keine Insekten oder Bienen. Neulich morgens gegen 4 Uhr kam schon eine Hummel. Aber die wollte sehen, ob bei den Birnenschalen oder Obstresten etwas verwertbares dabei ist. Einmal flog sie auf mein grellgelbes Hemd. Dann bemerkte sie ihren Irrtum.
Etwas später "mähe" dann mal mit der Heckenschere. Aber wenn es wieder so trocken und heiß bleibt, lasse ich lieber alles stehen. Sonst verbrennt alles durch die Sonne.
Bins noch einmal.
Ich selbst habe derzeit sehr viele blühende Lupinen und roten Mohn auf meiner Wiese. Das ist jetzt natürlich sehr schön... aber das alles blüht auch mal ab... dann schaut es weniger schön aus... was mich persönlich nicht stört... es müssen ja auch wieder Samen für das nächste Jahr abfallen... und Vögel holen sich die Samen auch.
Da hat mich doch tatsächlich schon mal jemand angesprochen "warum ich das nicht einfach, alles abmähe?".
Ich sagte darauf "mich stört es nicht... und der Minitierwelt tut es gut!"
Ich habe auch ganz bewusst an einer Stelle Brenneseln für die Schmetterlinge lassen... da hat sie mir prompt die liebe Schwiegermutter abgeschnitten.
Das kann schon sein... mein Sohn hat auch eine Ecke die er bewusst nicht mäht... da wachsen auch viele Wiesenblumen.
Vor Jahren hätte er das nicht gemacht... obwohl er sehr Naturverbunden.
Mitten in der Stadt im Kreisverkehr war nur ein Teil des Rasens gemäht - der Rest durfte weiterwachsen und dort blühte sogar Mohn.
Eine zaghafte Änderung der Gewohnheiten ist sichtbar. Hoffentlich folgt mehr.
Auf einem weiteren Kreisel wucherte die ganze Wiese was ich als positiv empfand - vermutlich wird es Leute geben die sagen es wäre nicht gepflegt worden..