Dieser Film knüpft nahtlos an das Werk "Die Ausgrabung" an und setzt den Handlungsstrang in kongenialer Weise fort. Man fühlt sich in kurzen Sequenzen zwar etwas an "Bonnie & Clyde" erinnert, doch dieses filmische Zitat steht der metaphysischen Gesamtaussage des Films nicht im Weg. Ein Film für lange Winterabende in geselliger Runde - Gänsehaut inklusive.
Dieser Film besticht nicht nur durch seinen außergewöhnlichen Cut und die Begabung des Regisseurs für das richtige Timing und exklusive Drehorte.
Des weiteren begeistern uns persönlich besonders die abwechslungsreichen diversen
Kahmahrahperspektiven.
Ungenannt sollte auch nicht das grandiose Minenspiel von Weltklasse der agierenden Künstler sowie die künstlerische Arbeit der Maskenbildner.
Nachdenklich stimmt den kritischen Filmkenner jedoch die allzu offensichtliche Anbiederung an den Autorenfilm zu Zeiten Karls des Großen.
Fragwürdig außerdem der Gebrauch einer einer rrrrrroten Blüte in der Tötungsszene gegen Ende des Werkes anstelle der weißen Rose.
Dieser Umstand lässt nur zwei Interpretationsmöglichkeiten zu:
1. Der Autor unterstreicht seine linke Gesinnung in einer Art & Weise die allenfalls einem postpubertären Studenten der gesellschaftlichen Oberklasse angemessen wäre. Diesem Interpretationsfaden wird durch die rote Haarfarbe der Protagonistin sowie der ungleich brutalen und menschenunwürdigen Tötung des Mannes mit Kopfbedeckung(als Sinn-bzw. auch Abbild des amerikanischen Klassenfeindes) Nachdruck verliehen.
2. Cowboy tot; blutet (früher Realismus)
Trotz dieser Kritikpunkte darf sich dieses stark politisch polarisierende Monomentalwerk als absolutes Meisterwerk der Filmkunst im Ganzen, vor allem aber als Difinitionexempel seines Genres verstehen.