Kommentare zu «kb20050518»

Hallo Otto!
scheine ich wohl manchmal besonders gut darin zu sein, mich in den Schatten zu stellen.... werd's beherzigen und den Schritt zur Seite wagen.

Hallo Karin!
m├╝sste man den Jugendlichen, die nur rump├Âblen, mehr Perspektiven aufzeichnen?

Hallo Viola!
ich w├╝nsche Dir viel genussvolle Momente!

Hallo Renate!
das stimmt! im Vergleich geht es mir eigentlich supergut, aber ich finde immer wieder irgendetwas, weshalb ausgerechnet mein Leben keinen Sinn hat und gebe dann oft auf. ich gelobe Besserung!
Geschwister bzw. Familie allgemein ist wohl bei (fast) jedem ein Thema - sind sie uns doch oft so nah und doch so fern!

Hallo Eveline!
hmm... irgendwie hat der tiefste Punkt immer was Gutes - ganz besonders nat├╝rlich, dass es nur noch aufw├Ąrts gehen kann...

Hallo Renate!
Gl├╝ckwunsch, dass Du Dich getraut hast, die Kur zu beantragen.
ja, die Menschen, die im Moment entscheiden, dass nur die jungen, angeblich dynamischen Menschen gebraucht werden, werden auch mal alt - aber das scheinen sie im Moment noch nicht zu wissen....
das Gedicht gef├Ąllt mir. *herzerw├Ąrmtist*

allen einen sch├Ânen sonnigen Donnerstag
by fim @19.05.2005, 17:39

Meine Gedanken zu dem Thema Resignationspunkt:

Ja, auch in meinem Leben gab und gibt es so genannte Resignationspunkte.

Es sind diese Momente wo ich einfach merke, dass ich an eine Grenze komme wo ich nicht wirklich etwas ver├Ąndern kann. Auch dann nicht, wenn ich es gerne w├╝rde und alles was ich nicht ver├Ąndern kann, muss ich genau an diesen Resignationspunkt vorerst einmal stehen lassen.

Vielleicht ist noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen.
Vielleicht verstehe ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht den tieferen Sinn des Ganzen.
Vielleicht ist es auch gut so wie es ist und ich habe es bisher nur noch nicht erkannt.

Nicht immer bekommt man Antworten auf so viele Fragen.



Sich mit etwas abgefunden zu haben, muss nicht immer bedeuten, dass sich im Leben nichts ver├Ąndert.

Wenn ich meine Einstellung zu einer Situation ver├Ąndere, dann ver├Ąndere ich auch mein Leben.

Ja, das Leben ist ein unglaubliches Geschenk und jeder Augenblick ist kostbar.


by Sandra aus WU @19.05.2005, 08:56

Resignation kommt vor im Leben; es gibt Situationen, aus denen scheint man sich nicht mehr befreien zu k├Ânnen. Manche Resignationen mu├č Mensch wohl "durchleiden", um sich neu orientieren zu k├Ânnen.

Die Kunst des ├ťberlebens und Weiterlebens besteht einfach darin, sich einer Situation zu stellen. Dann kann man die ber├╝hmten ├ärmel hochkrempeln und weitermarschieren!

Manche Resignation ist mit einem Gef├╝hl tiefster Traurigkeit verbunden. F├╝r mich selbst habe ich herausgefunden, da├č das nicht sch├Ądlich sein mu├č. Ich wei├č inzwischen n├Ąmlich, da├č man sich dadurch seines eigenen Gef├╝hls-Spektrums bewu├čt wird: ich kann nicht nur abgrundtief traurig (oder resigniert) sein, sondern kann mich auch uns├Ąglich freuen und Gl├╝ck empfinden.

Inzwischen bin ich dankbar f├╝r die Spannbreite "meiner" Empfindungen. Wenn mich mal etwas "umhaut" (...und das kommt in diesem Leben nun einmal regelm├Ą├čig vor!), habe ich inzwischen die Gewi├čheit, da├č es -wie meine Oma zu sagen pflegte- "...jeden Tag ein klitzekleines Bi├čchen besser wird...".

Darauf vertraue ich. Und dieses Vertrauen hat mir in den letzten (z.T. verdammt schweren Jahren) Recht gegeben.
Carpe diem! Und zwar an guten wie auch an schlechten Tagen!!!
by Bine @19.05.2005, 05:50

So kurz vor Ende des Tage habe ich die Zeit, alle Kommentare zu lesen. Sie haben mich sehr ber├╝hrt. Das Gedicht von Renate, die vor mir geschrieben hat, beschreibt gut wie es mir manchmal auch geht.

Es gab einige (ich glaube nicht viele) Ereignisse, die fast zur Resignation f├╝hrten. Zum Teil kamen dann meine Steinbock-H├Ârner durch "ich tu euch nicht den Gefallen, mich kleinzukriegen" und habe gek├Ąmpft, oder ich sah, dass der Weg nicht f├╝r mich bestimmt war und habe einen anderen gew├Ąhlt. Ich denke, da habe ich dann die Gegebenheiten akzeptiert. Ich hoffe, da├č ich in weiteren "kritischen" Situationen den ├ťberblick behalte.
by Herkimer @18.05.2005, 23:56

Bin erst gerade mal dazu gekommen, hier alle Kommentare zu lesen...
das heutige Kalenderblatt passt auch zu meiner momentanen Situation.
Ich werde nicht resignieren, ich m├Âchte ├Ąndern... schaue nach vorne und werde k├Ąmpfen.... und... ich werde es schaffen, wie Vodia auch schon so sch├Ân sagt... irgendwie, irgendwo, irgendwann... weil ich es WILL und weil ich mein Leben liebe!! Auch ich glaube daran, dass manche Tr├Ąume wahr werden k├Ânnen... und den Traum, den ich zur Zeit tr├Ąume, den gebe ich vorerst so schnell nicht auf...
Danke alle heute hier f├╝r die vielen guten Worte und Gedanken...
das war zum gro├čen Teil sehr ermutigend zu lesen!

-nach Marc Twain:

- Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.

- Trenne dich nie von deinen Illusionen und Tr├Ąumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgeh├Ârt haben, zu leben.

W├╝nsche allen ein gute Nacht;-)
LG Carola

by Carola @18.05.2005, 23:53

ganz kurze und schmerzlose Stellungnahme: an diesem Resignationspunkt bin ich schon lange "sesshaft", in fast allen Bereichen des Lebens.
so ist es und damit muss ich wohl leben.

gute Nacht!

Frank
by Frank @18.05.2005, 23:24

Am Ende dieses Tages lese ich gerne das Kalenderblatt.
Zu dem Thema k├Ânnte ich ganz, ganz viel schreiben.
Ich war oft schon in der Situation, zu resignieren, alles hinzuwerfen,
"Vorh├Ąnge zu" und nichts und niemand mehr sehen zu wollen, nichts
tun zu wollen, keine Lust zu nichts mehr zu haben und einfach
zu warten, dass etwas passiert!
Der K├Ârper und die Seele reagieren darauf - sie m├Âchten dich wach-
r├╝tteln und lassen dich sp├╝ren, dass nichts mehr in Ordnung ist -

So war es bei mir Anfang dieses Jahres -
das Fass wurde immer voller und voller und letztendlich hat meine
Situation auf dem Arbeitsplatz den letzten Tropfen dazu beigetragen,
dass dieses Fass zum ├ťberlaufen gekommen ist!

28 Jahre arbeite ich bereits auf meinem Arbeitsplatz (Bank) - dann Fusion -
raus aus dem B├╝ro - niemand ist mehr auf dem Platz, auf dem er vorher war -
viele bleiben auf der Strecke - ich auch! Ich bekam eine Arbeit zugeteilt, die
"jeder" Lehrling machen k├Ânnte - ich f├╝hle mich schlecht - mein Selbstbe-
wusstsein sank immer mehr - ich sp├╝rte, dass etwas auf mich zukam -
ja, und dann passierte es- die Nerven wollten einfach nicht mehr - mein
K├Ârper auch nicht!

Da fasste ich Mut und beantrage eine psychosomatische Kur - Gott sei Dank!
Ich bin heute stolz, dass ich diesen Schritt gegangen bin! Es war eine
schwere, aber auch lehrreiche Zeit und ich habe ganz viele Dinge in meinem
Reisegep├Ąck mit nach Hause genommen, die mir helfen, auf meinem
kommenden Lebensweg besser zurecht zu kommen!

Vor allen Dingen wei├č ich, dass man sich nicht minderwertig f├╝hlen braucht,
nur weil man "mindertwertige" Arbeit tun MUSS! Ich bin ich und das werde
ich trotz der neuen Situation auf meinem Arbeitsplatz bleiben! DAS WEISS
ICH NUN GANZ GENAU und ich lasse mir dieses Gef├╝hl auch von niemand mehr
nehmen.

Ich bin nun 6o Jahre alt (ich muss mein "Brot" selber verdienen!) und reihe mich in die Zahl derer ein, die in den Augen mancher "Bosse" nicht mehr "gebraucht" werden! Sie h├Ątten wohl gerne NUR junge, dynamische, gesunde Kr├Ąfte, die aber die Erfahrung von uns "6o-j├Ąhrigen" h├Ątten. Das w├Ąre toll!
Aber, werden diese Menschen, die so entscheiden, nicht auch einmal alt?

Bevor ich in die Klinik kam schrieb' ich folgendes Gedicht:
(Diese Gabe half mir OFT in meinem Leben, mich auf eine "Insel" zu retten!
- seit meinem 18. Lebensjahr!)

HOFFNUNG auf FR├ťHLING

Noch ziehen Nebel, dicht an dich,
die K├Ąlte will nicht enden.
Doch der Sonne, ew'ges Licht
wird warme Strahlen senden.
Noch ist es k├╝hl, es friert dein Herz,
doch warte noch ein Weilchen -
vorbei gehn Kummer und dein Schmerz -
bald bl├╝hen wieder Veilchen!

Noch ist die Seele zugeschn├╝rt,
sie kann sich nicht entfalten -
oft fragst du dich, wohin das f├╝hrt,
doch kannst du sie nicht halten -
denn irgendwann, dann ist sie frei -
warte noch ein Weilchen -
dann fliegt sie froh und fast wie neu
├╝ber Wiesen voller Veilchen!

Ich sehe und rieche wieder die Veilchen, die auf unserer
Lebenswiese bl├╝hen!

Daf├╝r bin ich sehr, sehr dankbar!!!!!!


by Renate @18.05.2005, 22:54

noch kurz loswerd...
nachts: das ist mir jetzt zuviel, das derdenk i jetzt nimmer...
morgens: Himmel, ich bin viel zu sp├Ąt dran...
abends: nochmal Himmel, war den ganzen Tag unterwegs, jetzt isses schon wieder sp├Ąt und ich habe keinen Kopf mehr zum denken...

Ganz unten waren wohl die meisten schon mal (mehr oder weniger).
Wie ich aus der "Beziehungskrise" raus kam, wei├č ich ehrlich gesagt selbst nicht mehr so richtig - mit der Zeit und Schritt f├╝r Schritt und nicht aufgeben (oder resignieren), frau hat ja noch ein Kind, f├╝r das es sich zu Leben lohnt oder f├╝r das sie wenigstens weitermachen muss...

Ein weiteres Tief war absolutes Burn Out - ich konnte einfach nicht mehr *Punkt*
Da rausgeholfen hat mir, dass ich dem Job den R├╝cken gekehrt habe (obwohl ich ihn wahnsinnig gerne getan habe und super verdient habe) und viel Energie (die einem ja zu dem Zeitpunkt am meisten fehlt) - in Form von Reiki; Jin Shin Jyutsu, energetischer Massage etc. und letztendlich viele positive Gedanken, an die man aber erst mal wieder denken muss - Danke, liebe Roswitha :)

Otto sagte vor kurzen, wenn all dies nicht gewesen w├Ąre, w├Ąren wir heute nicht, was wir sind und: wir h├Ątten uns heute nicht - also hat auch der tiefste Punkt immer etwas Gutes - man muss es nur erwarten k├Ânnen!!!

Alles Liebe und viele positive Gedanken f├╝r euch alle!
Eveline
by @18.05.2005, 22:50

@ Conny/F├╝rth

Danke f├╝r die "Aufkl├Ąrung" (in doppelter Hinsicht ... *gg*) - ich weiss schon, warum ich keinen Samen wollte, bin schlie├člich ein absoluter Dummy, was (Fort-)pflanzung angeht ... ;-)

@ fim

Toll, wie du auf die einzelnen Kommentare eingegangen bist! Im Lauf des Tages kamen mir n├Ąmlich meine Gr├╝nde, zu resignieren, ziemlich belanglos vor im Vergleich zu den wirklich deprimierenden Lebensumst├Ąnden wie Krankheit und Arbeitslosigkeit.

Anscheinend stehe ich aber mit dem Thema "Geschwister-Verh├Ąltnis" nicht alleine da, wie mir auch einige Mails best├Ątigen, die ich heute erhalten habe.
Vielleicht k├Ânnte Engelbert das demnachst mal aufgreifen? Aber bitte nicht morgen ... da w├╝rde ich wirklich gerne mal wieder ein paar Bilder sehen! :-)
by @18.05.2005, 22:47

Resignation....ist nicht das Schlimmste...das Schlimmste ist der Weg, den man geht, um dann zu resignieren!
Zu erkennen, dass alles nichts gen├╝tzt hat, dass alle Werte verschoben sind oder sogar scheinbar kein Wert mehr da war!
Mit der Resignation kommt Ruhe, Schw├Ąrze, ein tiefes Loch in dem man sich verkriecht!

Ich hab nicht mehr geredet! Monatelang bin ich zur Arbeit gegangen, mechanisch undabwesend gearbeitet. Nicht bemerkt, wenn mich jemand ansprach. Nichts erfasst...nicht geredet! Nie geredet !
Nie ans Telefon gegangen, kaum geschlafen!! Nachts, wenn keine Menschen auf der Strasse waren, bin ich raus gegangen, stundenlang!
Und ich hab mich erschrocken, als ich eines Tages in den Spiegel schaute:
Ich wusste nicht, wann ich das letztemal gegessen hatte....58 Kilo Lebendgewicht bei 175.....Ich hab einfach das Essen verlernt, oder vergessen, oder nein, ich hatte kein Hungergef├╝hl!
Mein Lebenserhaltungstrieb war ausser Kraft! Und ich hab mich immer verlaufen, war v├Âllig irritiert und wusste nicht, wo ich bin!
Und dann fing ich an zu schreiben...alles, was mir eingefallen ist, jedes Gef├╝hl!
Mein Leben...Phantasien, Horror, Erotik, Wirrwarr und auch Tagebuch.
Und dann bin ich zum Arzt gegangen. 4Monate Klinik und dann noch ne Weile Therapie!
Niemand ahnt, was es f├╝r ein Wohlgef├╝hl ist, zu reden, zu diskutieren, zu fl├╝stern, zu schreien!
Niemand ahnt, was Essen heisst: Essen ist eine von vielen Arten, seine eigene Seele zu streicheln...es ist Genuss pur, den ich niemals mehr missen m├Âchte.


by Viola @18.05.2005, 22:42

@Renate

TQT sind kleine Wiegen f├╝r die noch ungeborenen, winzigen, zappeligen Babys unseres Guru Samenspenders *lach* ;-))))))

nein ernsthaft, es ist die Abk├╝rzung f├╝r "Torfquellt├Âpfchen" :-))) jepp ich bin f├╝ndig geworden, Dank eines supinetten Mitarbeiters, der mich durch den ganzen OBI gelotst hat. Wenn ich Marktleiter w├Ąr, w├╝rd ich sie gleich neben der Blumenerde platzieren !

Werd mich bem├╝hen, gaaaanz vorsichtig zu sein und keine hektischen Bewegungen zu machen *gg* wenn Engelbert im Kalenderblatt schon solche Andeutungen macht, werden die Samenk├Ârnchen h├Âchstwahrscheinlich lose im Umschlag herumpurzeln *schmunzel* ich bin auf alles gefasst und stell einen grossen, weissen Pastateller darunter, dann kann kein Samen entwischen. Aber was ist, wenn ich ausgerechnet die 30% der K├Ârnchen erwischt hab, die NICHT aufgehen ???????? ;-) 70% .. das sind knapp 3 Viertel ... keine allzu hohe Quote bei nur 5 Samen ..
by Carola (F├╝rth @18.05.2005, 22:35

Hm... bin wie immer wieder (zu) sp├Ąt dran, das KB zu beantworten. Ich tu's dennoch, denn...

... ich sehe keinen Anlass zu "resignieren", sah ich noch nie.
Das ganze Leben besteht aus Momenten h├Âchsten Gl├╝cks und tiefster Verzweiflung, ein stetiges Auf und Ab der Gef├╝hle.
Immer da, wo ich merkte, es geht nicht mehr weiter, bin ich ausgerissen, habe ich an einer anderen Stelle neu angefangen, etwas anderes begonnen, mich durch geboxt, aber nie aufgegeben - und das werde ich auch weiterhin nicht tun.
Wer resigniert, h├Ârt auf zu hoffen und damit auch zu leben.

Es gibt Probleme, die sind so tiefgreifend, dass man resignieren m├Âchte, aber f├╝r jedes Problem gibt es auch einen Ausweg / eine L├Âsung, man mu├č nur nach ihr suchen.
Insofern...

Ein Beispiel habe ich auch noch, das weniger mein eigenes Leben (direkt) betrifft, dem ich aber tagt├Ąglich begegne:
Jugendliche, die nichts mit sich anzufangen wissen, die herum p├Âbeln, Sachen demolieren, andere Leute angreifen... sich nichts sagen lassen und auch nicht ├╝ber sich selbst nachdenken (m├Âchten oder k├Ânnen).
Dann h├Âre ich oft: "Da kannste nix mehr tun. Die kannste nicht mehr ver├Ąndern." Aber wenn man denen etwas zu tun gibt, mit ihnen redet, dann merkt man, dass man doch etwas tun kann, f├╝r diese Jugendlichen, f├╝r einen selbst, f├╝r das Leben miteinander. Es ist nur die Frage: WIE?!

In dem Sinne...
... w├╝nsch ich euch noch einen wundersch├Ânen Abend und herrlichen Donnerstag! :-)
Liebe Gr├╝├če, Karin
by @18.05.2005, 22:34

@fim

Immer wo Schatten ist, muss auch Sonne sein - oft gen├╝gen schon ein paar Schritte um in die Sonne zu kommen - manchmal muss man auch die Nacht ├╝ber in seinem Dasein harren ...

... aber der Schatten kann ohne Sonne (Lichtlein) nicht existieren.

LG Otto
by @18.05.2005, 22:26

*wow* das habe ich nicht gedacht, dass so ein paar Zeilen aus dem neuesten Buch von Paulo Coelho, meinem Lieblingsautor, so viel Anklang, ├Ąhm Anschrieb, naja, dass da so viele Leute schreiben w├╝rden...
ich bin neu hier und hoffe, dass das mit dem Antworten klappt...

Hallo Renate!
ich h├Ątte Lust mich mit Dir ├╝ber Dein/mein Schwester-Verh├Ąltnis zu unterhalten.

Hallo Co!
manchmal hat man einfach die Schnau... voll und w├╝rde gerne resignieren, aber ich war schon oft froh, dass ich nicht getan habe bzw. dass auf einmal Leute da waren, die mir einen Tritt gegeben haben....

Hallo Natti!
finde akzeptieren besser. resignieren ist f├╝r mich aufgeben.

Hallo Jutta!
*taschentuchr├╝berreich*
*├╝berdenkopfstreichel*

Hallo Inge!
f├╝r welchen Weg schl├Ągt Dein Herz?

Hallo Claudi!
Ja, die Liebe gibt total viel Kraft, aber manchmal ist es trotzdem schwer durchzuhalten. Wie hast Du Deinen Weg gefunden?

Hallo Christin!
stimmt: je mehr man gr├╝belt, desto tiefer werden die Wunden, aber was macht man am besten, wenn man sich nur noch im Kreis dreht?

Hallo Karin!
w├╝nsche Dir einen sch├Ânen Geburtstag.
ganz viel Licht und Liebe und viel Gl├╝ck!

Hallo moonsilver!
wo f├Ąngst Du mit umarmen an?

Hallo Manda!
hast Du bei Deinen Schwestern resigniert oder akzeptiert?

Hallo Sigrid H!
das Zitat gef├Ąllt mir und regt doch sehr zum Nachdenken an.

Hallo Karin!
aus Deinen S├Ątzen st├Ârmt so viel Kraft - Danke!

Hallo Sommerregen!
ist doch sch├Ân, wenn Dir Dein Leben so gef├Ąllt wie es ist. Meins gef├Ąllt mir nicht immer gut und dann versuche ich etwas zu ├Ąndern.

Hallo Gerhard!
Wie verstehst Du Dein Zitat von Goethe?
muss man klug sein um zu kapieren, dass man resigniert hat?

Hallo Vodia!
Danke f├╝r die aufmunternden Worte! :-)

Hallo Hathor!
gut zu h├Âren, dass man da rauskommen kann - mir kommt es vor, alsob ich nur Babyschrittchen weiter komme. das nervt mich im Moment sehr.
Wo findet man Hilfe!
Ohje! manchmal kann ich echt selten dumme Fragen stellen! eigentlich h├Âre ich von anderen, lese irgendwo was Gutes, habe Menschen in meiner N├áhe, die mir einen liebgemeinten Tritt geben...
ich w├╝nsche Dir, dass es kein drittes Mal geben wird - oder wenn dann wenigsten ein nicht so tiefer Fall

Hallo Marcus!
wie hast Du gelernt ├╝ber Gedanken, Gef├╝hle... zu reden? mir f├Ąllt das total schwer.

Hallo Annette aus M├╝nchen!
ja, wir haben das gleich oder selbe (wo ist nochmal der Unterschied?) Buch in der Hand gehabt.
*grrr* mag nicht mehr h├Âren, dass es Zeit braucht, sondern einfach mich um 180┬░ drehen und ganz anders sein....

Hallo Kr├Ąuterhexe!
Vielen Dank f├╝r die tr├Âstende Mut-mach-Umarmung - hat gut getan!

Hallo Nympheas!
ich bin auch in eine andere Stadt, ein anderes Land zu meinem Freund gezogen und habe mir vorgestellt, dass ich das alte, was ich nicht mehr brauche da lasse, wo ich herkomme. Hat leider nicht 100%ig geklappt, aber an dem Rest bin ich jetzt noch dran.

Hallo Liesel!
das Gedicht muss ich erstmal verdauen und noch ein paar Mal lesen :-)

Hallo Herr O!
N├Â, Resignation muss, meiner Meinung nach, nicht unbedingt negativ sein, aber wenn man resigniert, hat man aufgegeben und das heisst eigentlich auch, dass man, zumindest teilweise, nicht mehr lebt. das finde ich schade.
hast Du sch├Ân so viel unsch├Ânes erlebt, dass Du nicht mehr kannst?
ich w├╝nsche Dir die Kraft der Sonne

Hallo Otto!
was machst Du, wenn Du gerade den Weg zu dem Lichtlein nicht siehst ?

Hallo Engelbert!
es tut gut auf Deiner Homepage "rumzusurfen" und immer wieder Neues zu entdecken. Danke!
das stimmt: manchmal h├Ąnge ich so in meinem Sumpf fest, dass ich das Gef├╝hl habe, dass alles shcrecklich ist...
manchmal f├╝├╝hle ich mich als ganzes blockiert. wie kann ich dann ├╝ber alle Behinderungen einzeln nachdenken?
Wie hast Du Deine Ziele/Deinen Glauben gefunden?


ich danke allen, die hier mitschreiben - es tut mir gut, andere Meinungen zu h├Âren. zum Teil habe ich beim Lesen auch das Gef├╝hl gehabt, dass ich mich selber doch viel zu ernst nehme und mich selber viel zu sehr bemitleide. also ab jetzt soll damit Schluss sein!
Engelbert, w├Ąre das nicht ein Thema f├╝r ein Kalenderblatt? Wie haben wir alle angefangen aufzuh├Âren? oder so...
Gr├╝sse von der nachdenklichen, aber zu vielen Taten bereiten
fim
by fim @18.05.2005, 22:17

Zur Resignation geh├Ârt Charakter - ein Zitat von Goethe

Resignation ist ein "Sichf├╝gen" unab├Ąnderlicher Dinge. Meist resultiiert die Reisgnation auf ein beharrliches Bestreben Dinge festzuhalten. Man gibt einfach auf ...

Aber dieses Aufgeben bedeutet, dass dadurch Energie f├╝r andere Dinge frei wird. Man sitzt im Tal der Wellen - es kann nur mehr aufw├Ąrts gehen ...

In Tirol sagen wir: "Wenn du glaubst es geht nicht mehr - von Irgendwo kommt ein Lichtlein her!"

Es hat im Leben alles seinen Sinn - meist ist man allerdings erst dananch gescheiter - aber die Zeit heilt alle Wunden.

Nur wer Trauer erlebt, der kann wirklich Freude erkennen ...

Euch allen einen sch├Ânen Abend und mit Verlaub, meiner Eveline ein Bussi
by @18.05.2005, 22:07

Hallo!

Hab das Kalenderblatt-Thema leider erst ziemlich am Ende des Tages gelesen, f├╝r den es bestimmt war. Und ich muss zugeben, eben weil es schon bald das Ende dieses Tages ist, auch noch gar nicht alles davon gelesen, aber das werde ich bestimmt nachholen.

Aber wenn resignieren wirklich das bedeutet, nicht mehr zu wollen, nicht mehr zu k├Ânnen oder glauben nicht mehr zu k├Ânnen, dann bin ich - wieder einmal - dabei zu resignieren. Naja, eigentlich hei├čt das, wollen t├Ąte ich ja, aber k├Ânnen nicht mehr - oder ich glaube das eben jedenfalls. Aber wie oft glaube ich in meinem kurzen (?) Leben nicht mehr zu k├Ânnen und lebe trotzdem immer noch.

Gl├╝ck hat es mir bisher keins gebracht, mein Leben. Oder zumindest nicht viel davon. Aber muss ich wirklich auf das Gl├╝ck warten? Nein! Dann habe ich zwei M├Âglichkeiten - wer noch eine weitere findet, m├Âge mich gerne belehren: Entweder ich bestimme, wann und wie ich von hier gehe - wenn ER es zu l├Ą├čt oder ich begn├╝ge mich mit jenem, was ich zur Zeit habe. Es ist nicht viel. Aber es ist doch etwas, ja sogar einiges.

Und: Eine Frage lasse ich (euch) noch offen: Muss "Resignation" unbedingt negativ sein?

Bin neugierig auf Reaktionen darauf!
(Dieses Thema k├Ânnte ich noch zig Seiten ausf├╝llend ausbauen!)

Herr O.
(wer mich kennt, wei├č wer ich bin,
mich diesmal aus versch. Gr├╝nden anonym gebend)
by @18.05.2005, 21:49

Ich habe eben ganz spontan geschrieben, was mir zum Kalenderblatt einfiel.
Jetzt habe ich die Texte gelesen und w├╝nsche Kraft nicht zu resignieren sondern wieder Lichtblicke im Leben zu erleben.
Liesel
by liesel @18.05.2005, 21:21

Nicht was wir erleben,
sondern wie wir empfinden,
was wir erleben,
macht unser Leben aus.
Gru├č
Liesel
by @18.05.2005, 21:08

Ein sehr nachdenklich stimmendes Kalenderblatt.........nach reiflicher ├ťberlegung
m├Âchte ich mich nicht ganz so privat ├Ąu├čern. Eine ├ťberlegung m├Âchte ich aber dennoch in den Raum stellen:

"Sind Zufriedene Resignierende ohne es zu wissen?"

Nachdenkliche Gr├╝├če, LePic


by LePic @18.05.2005, 20:25

Hallo an alle .... ein schwerwiegendes Thema, aber .....
1999 hat mein Leben eine gro├če Wende genommen. Trennung nach 19-j. Ehe, 2 Kinder, lange Therapie .... alles was dazu geh├Ârt und alles zum Resignieren. In dieser Zeit hatte ich das gro├če Gl├╝ck an einem Seminar teilzunehmen. Und dabei lernte ich f├╝r mich etwas ganz Wichtiges Es gibt Dinge, die kann man nicht ├Ąndern! Die Erfahrung macht jeder Tag f├╝r Tag immer wieder. Aber seine Einstellung zu den Dingen - wie wichtig auch immer sie einem sind - die kann man ├Ąndern. Ganz langsam in kleinen Schritten konnte ich den damals gro├čen Berg in viele kleine Berge einteilen und je nach Gewichtigkeit einen nach dem andren abbauen. Meine Einstellung zu vielen Dingen zu ├Ąndern, weil die Dinge selbst nicht zu ├Ąndern sind. Ich habe das selbst erst lernen m├╝ssen, das dauert auch seine Zeit. Aber mit dieser Einstellung lebe ich viel gl├╝cklicher und auch viel ruhiger. Es sendet Euch liebe Gr├╝sse Elke
by Elke @18.05.2005, 20:06

@ Carola/F├╝rth

Und was bittesch├Ân ist ein "TQT"???

Ich freu mich auch schon auf Erlangen, und Engelbert hat ja grade angedeutet, dass vielleicht ein paar "Joker" auftauchen ;-)

@ Annette (Sternenelfin)

>> Es ist allerdings n├Âtig, den Resignationspunkt als solchen zu erkennen und aus ihm zu lernen <<

Ich glaub, jetzt hat's bei mir "klick" gemacht ... und so intensiv wie heute habe ich mich noch mit keinem Kalenderblatt besch├Ąftigt, obwohl mein erster Gedanke war "Ooooch, schon wieder keine Bilder!"

Vielen Dank daf├╝r, Engelbert!
by @18.05.2005, 18:14

ein wenig rumschlendern, meinte ich ;-)
by Carola (F├╝rth @18.05.2005, 17:16

@Sommerregen
.... seh ich ganz genauso wie du !!! Manches ist eben unerreichbar und wenn man das erkannt hat, sollte man es auch akzeptieren. Es macht auf Dauer n├Ąmlich viel eher krank, sich in unerf├╝llbare Tr├Ąume hineinzusteigern .....

Das Leben ist viel zu kostbar um zu resignieren, trotz aller Sorgen und N├Âte, die ein jeder von uns hat.

@Silverfuxx
das ist ein GANZ SCHLECHTER Joker :-( vergiss nicht, du musst n├Ąchstes Jahr das grosse F├Ąrblertreffen mit Engelbert und Beate in K├Âlle organisieren, kannst ja schon mal paar Pl├Ąne schmieden ;-)))
Sehr schad, dass du am Sonntag nicht nach Franken kommen kannst, auf dich und auf die Ilona hatte ich mich am meisten gefreut.

So und nun geh ich zum Obi-Markt, Streu und Futter f├╝r Haustiger Diablo besorgen. Da werd ich wohl noch ein rumschlendern und nach TQT Ausschau halten ... die kleinen Freuden des Lebens ... :-)

by Carola (F├╝rth @18.05.2005, 17:14

@ isa

Danke. Du hast mir eben ein wundervolles Bild mit den Fr├Âschen gemalt, ich werde es mir zuende malen, einfach ins Herz rein und sehen was dann passiert.

Inge aus HH
by Inge aus Hamburg @18.05.2005, 15:45

mir f├Ąllt da grad noch ein sch├Âner spruch von sergio bambaren ein:

NUR WER SEINE TRÄUME LEBT KANN SEINE SEHNSUCHT STILLEN...

in diesem sinne noch eine sch├Ânen nachmittag an alle seelenf├Ąrbler!!
by nympheas @18.05.2005, 15:24

ich bin momentan in einer lebensphase in der ich genau das gegenteil tue als mich zu resignieren. ich habe mich fest entschlossen mein leben zu ver├Ąndern, und zwar so bald wie m├Âglich, und zwar noch diesen sommer. ich werde ab august in eine andere stadt, in ein andres land zu meinem freund ziehen. zwar erstmal nur f├╝r ein paar monate, aber ich weiss, dass dieser schritt mein leben voll und ganz ver├Ąndern wird und ich freu mich da schon sehr drauf, es ist eine herausvorderung und gleichzeitig eine grosse freude. mein leben hat in den letzten jahren zu lange in einem dunklen loch gesteckt und dieses neue projekt ist f├╝r mich wie ein lichtstrahl am horizont. und nicht nur, weil ich dann lange zeit mit meinem freund verbringen werde, sondern auch, weil ich eine ver├Ąnderung brauche, eine andere stadt, andere luft, neue leute kennenlernen, einen neuen job, ... es ist einfach alles, das ganze umfeld!!!

ich kenne resignation, wenn man denkt, es wird eh nichts anders werden, wenn man die hoffnung verliert und wenn man alles nur dunkel sieht... das ist ganz ganz schlecht f├╝r k├Ârper und seele. aber vielleicht muss man diese schwarzen l├Âcher mal erlebt haben, um neue kraft zu sch├Âpfen. ich denke da so ein bisschen an den Phoenix Vogel, der aus der asche wiederaufsteht...

ganz viel kraft und hoffnung und licht an alle!!!
by nympheas @18.05.2005, 15:17

Das ist ein bewegendes Thema heute. Auch ich hatte vor einiger Zeit einen Punkt in meinem Leben, an dem ich ganz unten war.

Alles um einen herum st├╝rzt ein und man sitzt in einem Tr├╝mmerfeld... ist teilweise noch unter ihnen begraben. Man kann kaum noch atmen, weil sie einen belasten. Und vor Tr├Ąnen und Staub sieht man keinen Weg dort heraus.

Aber da waren auch noch die Kinder und irgendwie mu├čte es weiter gehen! Und so ging es Schritt f├╝r Schritt jeden Tag ein St├╝ckchen vorw├Ąrts.
Ich suchte mir gezielt Informationen, die mir helfen konnten und las in verschiedenen Foren Meinungen anderer, zu mich bewegenden Themen... setzte mich damit auseinander... verglich mit meinen eigenen Erfahrungen und Empfindungen... lernte so wahnsinnig viel... auch ├╝ber mich selbst.

Weiter unten schrieb jemand: ÔÇťaber, je mehr man gr├╝belt, desto tiefer werden die Wunden und Gr├Ąben!ÔÇť
Ich mu├č sagen gerade diese Zeit allein mit mir und meinen Gedanken war unwahrscheinlich wichtig.
Und pl├Âtzlich war da der Zeitpunkt, an dem ich feststellte: es war gut und richtig wie sich alles entwickelt hatte... ich kann es jetzt besser machen... ich f├╝hlte mich befreit, zufrieden und gl├╝cklich.

Ich habe durch dieses Tr├╝mmerfeld zu mir selbst zur├╝ck gefunden und erkannt, dass ich mich eigentlich schon lange vorher verloren hatte. Nun stehe ich zwar immer noch vor teilweise den gleichen Problemen wie damals, aber durch meine innere Ausgeglichenheit lasse ich mich von ihnen nicht mehr niederdr├╝cken.

Ich schicke allen, die sie brauchen eine tr├Âstende Mutmach-Umarmung und freue mich mit allen, die ebenfalls den Weg zu sich gefunden haben.

LG kraeuterhexe
by kraeuterhexe @18.05.2005, 15:16

Fl├Âhe k├Ânnen bis zu einem halben Meter in die Luft zu springen. Wenn wir sie dazu bringen wollen, nur noch 10 Zentimeter in die H├Âhe zu springen, dann m├╝ssen wir sie nur in ein 10 Zentimeter hohe Schachtel setzen und die mit einem Deckel verschlie├čen. Nun machen die Fl├Âhe die Erfahrung nur noch 10 Zentimeter hoch springen zu k├Ânnen, ohne an ein Hindernis zu prallen.
Die Fl├Âhe springen nun auch nicht mehr h├Âher, wenn man den Deckel wieder abnimmt.
Sie k├Ânnten zwar wieder h├Âher springen, tun sie es nicht.

Menschen haben aber den Vorteil, da├č sie auch Informationen von au├čen bekommen und somit ihr Verhalten immer wieder neu einsch├Ątzen und bewerten k├Ânnen, wenn eine Ver├Ąnderung der Umst├Ąnde das wieder m├Âglich machen kann. Jeder kann seinen Deckel finden.

hier noch ein M├Ąrchen, das mir jemand erz├Ąhlte:
3 Fr├Âsche spielen an einer Grube und fallen hinein.
Sie schreien und rufen um Hilfe, springen wie wild in die H├Âhe um sich zu befreien. Um die Grube herum sitzen andere Fr├Âsche. Nach einiger Zeit rufen sie hinunter: Das hat keinen Sinn, ihr k├Ânnt das alleine nicht schaffen, spart eure Kr├Ąfte, vielleicht kommt noch Hilfe.
Der erste Frosch gibt auf und sitzt lethargisch in einer Ecke.
Bald darauf der zweite.
Der dritte springt immer noch in die H├Âhe.
"H├Âr doch auf, schreien die anderen oben, das hat keinen Sinn, du kannst das nicht schaffen!!"
Der dritte Frosch springt daraufhin immer kraftvoller und pl├Âtzlich erreicht er den oberen Rand der Grube und ist gerettet.
"Danke , da├č ihr mich so toll angefeuert habt, das hat mir sehr geholfen!" quakt er.
Der dritte Frosch war geh├Ârlos.

Ich bin auch geh├Ârlos, besonders was ├ärzte anbelangt. Aber immer wenn ich den Eindruck gewinne, da├č eine T├╝r sich mir g├Ąnzlich verschlie├čt, suche ich nach anderen Ein- und Ausg├Ąngen. Somit kann ich Resignation vermeiden oder zumindest hinausz├Âgern.
Es ist nicht zuerst die Handlungsunf├Ąhigkeit in einer Angelegenheit, die Menschen au├čer Gefecht setzen, es ist eher der Mangel an menschlicher Zuwendung und aufrichtiger Achtung die einen verzweifeln und resignieren lassen. Denn nur wer den n├Âtigen Halt empfindet, kann seinen Blick darauf sch├Ąrfen, neue Perspektiven f├╝r sein Leben zu entwickeln.
by Isa @18.05.2005, 14:50

@ Andrea

Nein, ich habe nicht nur Positives erlebt. Aber ich habe auf einmal festgestellt, dass ich, indem ich jahrelang immer von etwas getr├Ąumt habe, das f├╝r mich offenbar nicht m├Âglich ist, die guten Dinge in meinem Leben nicht mehr richtig gesch├Ątzt habe.
Daher denke ich, ist es besser, sich an dem zu freuen was man hat. Und dieses nicht wegen etwas, das nie eintreffen wird, zu vernachl├Ąssigen.

Ich finde es gut, dass Du Dein Leben positiv ver├Ąndert hast.

Liebe Gr├╝sse
by Sommerregen @18.05.2005, 14:47

... also als ich das las .. da kam mir doch gleich in den sinn ... das kennst du doch .. das hast du doch grad erst gelesen ... ich nehme mal ganz stark an, wir haben das gleiche Buch in der Hand gehabt ... n├Ąmlich das neue Buch von Paulo Coelho "Der Zahir" ... er schreibt dazu (S. 239-241) ...

Ich glaube auch, dass es solche Punkte in unserem Leben gibt.... doch ich glaube auch, sie sind notwendig, damit wir danach aus dieser Phase mit frischer Energie und frei f├╝r neue Erkenntnisse und Eindr├╝cke unseren Weg weitergehen k├Ânnen.
Es ist allerdings n├Âtig, den Resignationspunkt als solchen zu erkennen und aus ihm zu lernen ... das braucht seine Zeit .. manche erkennen nie, dass sie an so einem Punkt angekommen sind ...

Das Buch kann ich ├╝brigens nur empfehlen ... sehr sch├Ân geschrieben .. regt sehr zum Nachdenken an.

Ganz liebe Gr├╝├če aus M├╝nchen von Annette / Sternenelfin :-)
by Annette aus M├╝nchen @18.05.2005, 14:07

@ Hathor

Rechtschreibf├╝hler? Ja und? Lass den Duden da wo er ist, wir z├Ąhlen hier die F├╝hler nicht. Und au├čerdem was ist schon ein F├╝hler? Du wei├čt doch, die Rechtschreibreform wird ja auch st├Ąndig ver├Ąndert. Null Problemo, wir wissen was Du meinst und nur das ist wichtig. Brauchst Dich nicht zu genieren, das was Du uns mitzuteilen hast, nur d a s ist wichtig. Rote Strichlein an den Seiten machen wir hier nicht.

Tsch├╝ssi und Gr├╝├čli sagt herzlich Inge aus HH

(die N├Ąchtle, P├Âstle und Gr├╝├člis lerne ich alle vom Bodensee-Peter, hier klingt alles etwas ssssssssssteifer.)
by Inge aus Hamburg @18.05.2005, 13:58

Ja es gab 2 dieser Punkte in meinem Leben, die aber zeitgleich zusammentrafen.
Gegen einen Punkt davon k├Ąmpfte ich an, und werde es solange machen wie ich mu├č und kann.
Doch ein Resignationspunkt war meine Krankheit, die mein ganzes Leben ver├Ąnderte, und gegen die ich machtlos bin.
Ich verusche allerdings das Beste daraus zu machen, doch sto├če immer wieder an Grenzen die ich nicht ├╝berwinden kann,auch wenn ich es noch so gerne m├Âchte.
Mehr kann ich hier nicht dazu schreiben, denn es w├╝rde zu viel zusammenkommen, wenn ich alles aufschreiben w├╝rde.(obwohl ich schon oft daran gadacht habe ein Buch dar├╝ber zu schreiben, vielleicht sollte ich endlich mal damit anfangen...
LG Dagmar.
by @18.05.2005, 13:47

@ isy
Resignieren und akzeptieren sind unterschiedliche Verhaltensweisen. Wenn ich resigniere, f├╝ge ich mich in etwas, das mir nicht gef├Ąllt, das mich bedr├╝ckt und belastet, in etwas, das ich eigentlich nicht einsehen kann. Resignation zieht sehr h├Ąufig eine psychische Erkankung oder psychosomatische Beschwerden nach sich.
Wenn ich etwas akzeptiere, dann hadere ich nicht l├Ąnger damit herum, sondern integriere diesen Tatbestand in mein Leben. Akzeptiere ich etwas wirklich, dann belastet es mich nicht mehr.

@ sigrid H.

...alles hat einen Sinn...., wohl war, aber oft schwer zu sehen. Heute wei├č ich, da├č sogar meine Krebserkrankung einen Sinn f├╝r mich hatte.

Man sollte bei der Bewertung der Resignation nicht vergessen, da├č sehr viele Menschen in Situationen stecken, die subjektiv betrachtet gar nicht zu ├Ąndern sind. Wenn diese Situationen zur Belastung werden, weil man doch eigentlich anders m├Âchte, aber keinen Ausweg sieht, entsteht h├Ąufig Resignation. Daraus entstehen dann eben auch oft Krankheiten, s.o.
Ich hatte vor vielen Jahren auch einmal so einen Punkt. Mein K├Ârper hat mich damals gewarnt, ich habe es ignoriert. Die Folge waren Depressionen.
Die Behandlung zog sich lange hin, auch mit Tabletten. Grundlegend geholfen hat es nicht und so kam ich an einen Punkt, an dem ich mir dachte: du kannst dich nur selber am Schopf packen und aus dieser Lage befreien. Ich habe es geschafft, der Weg war lang und m├╝hsam.
H├Ątte ich nicht meine eigenen Kr├Ąfte mobilisiert, die noch irgendwo in mir schlummerten, w├Ąre ich jetzt bestimmt tablettenabh├Ąngig und nicht mehr selbst├Ąndig ├╝berlebensf├Ąhig.
Aus meiner Krebserkrankung, die ich aber erst viele Jahre sp├Ąter bekam, habe ich auch irgendwann mit ganz viel Mut, Kraft und Willen etwas f├╝r mich damals Unvorstellbares geschaffen! Ich habe vieles in meinem Leben ver├Ąndert, bin egoistischer geworden ( im positiven Sinn ), habe ohne richtige Verlage B├╝cher herausgegeben und f├╝hle mich heute sauwohl.
Ich glaube, es gibt immer einen Weg, der weiter f├╝hrt, und wenn es wirklich nur in kleinen Schritten ist!

Liebe Gr├╝├če, Edith T.
by @18.05.2005, 13:01

Resignationspunkt?

Ja, ich denke es gibt Menschen, die dort anlangen.

Die meisten von uns meinen nur manchmal dort angekommen zu sein, wo es kein "Weiter" keinen Ausweg, nichts mehr gibt.

Resignation ist f├╝r mich auch ein "sich selbst aufgeben" "nicht mehr weiter wissen" und vor allem ein "nicht mehr weiter wollen".
Man ist mit seiner Situation unzufrieden, nimmts halt hin so wies ist, eigentlich ist man ungl├╝cklich.

Ich glaube, an dieser Variante "Resigantionspunkt" kommen wir alle im Laufe unseres Lebens immer wieder an, beruflich, partnerschaftlich usw............

Wir k├Ânnen uns immer nur wieder selbst hochziehen, herausholen aus dieser Resignation. Wir alleine m├╝ssen uns immer vorw├Ąrts bewegen, einen Ausweg finden weiterentwickeln........
Und helfen lassen m├╝ssen wir uns, von Fachleuten, Partnern, Freunden (echten Freunden, nicht jenen die glauben, uns ihre Weisheiten aufzwingen zu m├╝ssen).
Auch ich habe nat├╝rlich mit meinen 55 jahren schon einige solcher Resigantionspunkte erlebt. Beruflich gab es Tiefpunkte, meine 22 Jahre dauernde Ehe war eigentlich r├╝ckblickend voll Resigantion. Ich habe zwar gelebt, habe den Zustand wie er war hingenommen - also resigniert - aber gl├╝cklich glaube ich war ich nur am Anfang dieser Jahre.
Vor einigen Jahren habe ich meine gro├če Liebe gefunden. Eigentlich bin ich jetzt sehr gl├╝cklich.
Mit Ausnahme des Berufes, da bin ich an einem Resgnationspunkt bzw. kurz davor: zu jung f├╝r die Rente, zu alt (oder doch nicht?) um etwas ganz neues zu beginnen.
Aber eins bin ich nicht: verzweifelt und am Aufgeben. Ich bin ganz fest davon ├╝berzeugt den richtigen Weg zu gehen. Und ich lass mir auch gerne helfen: von meiner lieben Frau, von kompetenten Mitmenschen. Schaffen und umsetzen muss ichs letztlich aber (ziemlich) alleine!

Gerade gestern hat mir meine Frau wieder sehr viel Mut gemacht. Nach ihrer Gespr├Ąchtherapie hat sie mir erz├Ąhlt, dem Therapeuten gestanden zu haben in "normalen Zeiten" sei ihr v├Âllig bewusst, dass wenn mit mir irgendetwas passieren w├╝rde sie immer wieder auf die F├╝sse kommen w├╝rde. Nur manchmal so ein bis zweimal im Jahr hat sie das Gef├╝hl am Resignationspunkt angekommen zu sein und es w├Ąre besser f├╝r mich, wenn sie aus meinem Leben verschwinden w├╝rde. (Deshalb geht sie auch zu den Gespr├Ąchen)

Ich w├╝nsche mir, dass ich diese wenigen Tage ihrer "Resignation" rechtzeitig erkenne und ihr zu einem "weiter" verhelfen kann, so wie auch sie mir immer wieder die Kraft gibt das zu sein was ich bin.

├ťber seine Gef├╝hle, ├ängste, Freuden, Sorgen zu reden, das habe ich in den letzten Jahren gelernt und deshalb ist mir auch nicht bange, den Resignationspunkt zu ├╝berspringen auch wenn ich zugeben muss, immer wieder Tage zu haben, wo ich am liebsten alles hinschmeissen w├╝rde...........

by Marcus @18.05.2005, 12:55

Hallo!
Ja, das kenne ich auch.
Bis zu einem gewissen Punkt bem├╝he ich mich aber wenn es nicht mehr geht, geht es auch nicht mehr. Dann arbeite auch auch nicht mehr daran, da es zwecklos w├Ąre.
Habe erst vor kurzen so etwas erlebt, wo dieser Punkt erreicht war und ich einfach keine Kraft mehr hatte, um etwas daran ├Ąndern zu k├Ânnen. Ich wurde sehr von einem Menschen entt├Ąuscht, habe lange um diese Freundschaft gek├Ąmpft, alles versucht um es derjenigen recht zu machen und am Ende doch verloren - jetzt habe ich es einfach aufgegeben und akzeptiere diese Situation stillschweigend.

Jetzt nehme ich hin, was ich nicht ├Ąndern kann!!!
by Steffi @18.05.2005, 12:55

Man m├Âge die Unmengen Rechtschreibfehler in meiner vorherigen Kommentation entschuldigen. Im Eifer des Gefechts und in dem Versuch drei Dinge zeitgleich zu tun ist wohl der Gaul mit mir durchgegangen.
Ich hoffe man kann es trotzdem "verstehen".
Gr├╝├če
Hathor
by Hathor @18.05.2005, 12:53

Selbstmord ist keine L├Âsung. Er beendet nicht nur das Leben, sondern alle Hoffnung, alle Wege. Au├čerdem, so meine feste ├ťberzeugung, tut Selbstmord der Seele nicht gut, das Leben danach wird ein anderes sein, und kein Besseres. Leben, so lange es uns gegeben ist, und das Beste draus machen. Man wei├č nie, was noch kommt. Und so mancher hat sich schon get├Ąuscht, als er sich sicher war, dass es nie mehr besser wird.
by @18.05.2005, 12:51

@ Gerhard aus Bayern

Ok, Gerhard, ich denke, kurz und knapp von Dir. Lerne gern dazu!!!

Inge aus HH
by Inge aus Hamburg @18.05.2005, 12:29

Der letzte Satz meines Kommentars sollte nat├╝rlich hei├čen:
"... ist bestimmt wieder interessant, was die Anderen so meinen!"

Jetzt habe ich alles gelesen und muss sagen: Ich hatte recht!!
by Christiane/Saarland @18.05.2005, 11:53

Oh, ein interessantes Thema! Nun ich werde 31 dieses Jahr und war an diesem Punkt zweimal. Und da jedesmal so tief unten und sellisch so kaputt, das ich ersteinmal immer den Weg der Resignation gegangen bin. Mit einer sehr ungesunden LMAA Stimmung, Exzessen in jeder Richtung, mit aller Macht versuchen sich selber und die letzten Reste Hoffnung die man hatte kaputt zu machen. Zweimal.... Es war sehr schrecklich, ich sa├č da in meinem Elend und konnte und wollte ersteinmal ncihts ├Ąndern. Hatte resigniert, hatte f├╝r mich befunden unf├Ąhig zu sein etwas zu ├Ąndern, unf├Ąhig zu leben, unf├Ąhig ├╝berhaupt!
Einmal bin ich aus dieser Situation rausgerissen worden als ich nach einem (von vielen) Alkoholexzessen aufwachte, morgends und ersteinmal zur Alkoholflasche griff. Pl├Âtzlich rebellierte alles in mir, ich sah mich in der Gosse liegen. Ich stand auf meinem Balkon im f├╝nften Stock und beschloss das ich so nicht enden will und wollte dem ganzen ein Ende setzen. Mein Handy klingelte und ich ging ran und meine damlas beste Freundin fragte mich ohne eine Begr├╝├čung was denn los sei mit/bei mir... Ich brach v├Âllig zusammen ging zum Arzt und dann wurde es besser F├╝nf Jahr lang ging es mir gut, bis zum JAhr 2003. Das Jahr des Terrors f├╝r mich, Trennung vom freund nach sieben JAhren, Bedrohung durch die neue Freundin, schneller Umzug weg, Autounfall, arbeitslos usw. Ich st├╝rzte von jetzt auf gleich so gnadenlos ab, das war auch f├╝r mich heute nicht nachvollziehbar! Ich hielt wie immer in solchen Situationen ersteinmal den Mund und ergab mich meinem "Schicksal", monatelang, hungerte, trank, nahm Drogen usw.... Sah einfach beschi**** aus! Ich resignierte, ergab mich dem Elend, wollte und konnte nix ├Ąndern.
Auch hier rebellierte irgendwann mein K├Ârper, nahm sich sein Recht , katapultierte mich direkt zu meinem HAusarzt der entsetzt von Zwangseinweisung sprach wenn ich nicht selber eine ├änderung in Angriff nehmen k├Ânne. Und wieder packte mich die PAnik, und begann zu denken, und gehen. Kleine Schritte nur, aber ich ging. Immer ein bischen, immer weiter, jeder Schritt machte den Kopf freier. R├╝ckschl├Ąge gab es, aber jeder R├╝ckschlag liess mich erkennen. MAN KANN WENN MAN WILL !

So ihr lieben Mitleser, nun habe ich hier einen halben Roman geschrieben, wer bis hierhin durchgehalten hat zu lesen bekommt nun die Quintessenz meines Geschreibsels:
Man kann resignieren, und sich halt/hilflos f├╝hlen, sich an dem Punkt aufhalten wo man keinen Sinn mehr in nix sieht, keine Kraft hat etwas zu ├Ąndern! ABER: Der Punkt kommt wo sich Geist und K├Ârper das REcht einfordern gesund gehalten zu werden, und dann kann man etwas ├Ąndern, wenn nicht alleine dann mit Hilfe von freunden, Selbsthilfegruppen, ├ärzten!

Heute aus meiner "gesunden" Sicht der Dinge sage ich allen die an einem Punkt angekommen sind keine Kraft und Lust mehr haben etwas zu ├Ąndern:
LIEBE LEUTE SUCHT EUCH HILFE IRGENDWO, DAS LEBEN IST ZU SCH├ľN UM IN SITUATIONEN ZU ERSTARREN DIE IENEN LEIDEN MACHEN.

Menschen die gl├╝cklich sind und nichts ├Ąndern m├Âchten WEIL sie gl├╝cklich sind, haben nicht resigniert sondern sind einfach zufrieden. Sehr sch├Âner Zustand!

Alles Liebe von einer heute sehr gl├╝cklichen Hathor
by Hathor @18.05.2005, 11:39

Resignationspunkt?

Nein, so was kenne ich eigentlich nicht. Ja, doch es gibt Tage und Situationen, da sagt man "Nein! so nicht! hier spiel ich nicht mehr mit, macht doch euren Schei... alleine!" Aber das ist wahrscheinlich nicht gemeint.

Es gab mal eine Zeit, so vor 11, 12 Jahren, da dachte ich: so, das wars nun, jetzt ist dein Leben gelaufen! Scheidung nach 10 Jahren Ehe, Haus verloren, Schulden, Mobbing auf der Arbeit, keine Freunde mehr - eben alles zusammen.

Da fragte ich mich manchmal: "War das alles gewesen? Oder kommt noch ein zweiter Teil?" R├╝ckblickend kann ich sagen: Ja, da kam noch ein zweiter Teil! Und was f├╝r einer!

"Das Beste liegt vor dir!" habe ich mal irgendwo gelesen. Ich wei├č noch genau, wie ich den Satz damals reine Ironie empfunden habe.

Heute kann ich ihn unterschreiben.

So, nun lese ich mal, ist bestimmt wieder interessant, was so meinen!
by Christiane/Saarland @18.05.2005, 11:19

Erst habe ich gleich mal wieder weggeklickt, doch nun will ich doch kurz kommentieren:

Gab es diesen Punkt in meinem Leben?
Ja allerdings!

Hab ich es geschafft ihn zu ├╝berwinden?
Ja Gottseidank!

Wie?
Das ist zu umfangreich - ich hatte Hilfe und irgendwie auch den Willen es zu schaffen... und ich habe meinen Arsch hochgekriegt es zu versuchen und werde es immer weiter tun.

Die schlimmste Zeit liegt zum Gl├╝ck hinter mir, ich habe SIE begraben, bevor man mich begraben mu├čte und ich habe Blumen darauf gepflanzt.
Ich allein wei├č wo sie liegt, und ich werde niemanden (auch Dir nicht Engelbert) gestatten da drin rumzuw├╝hlen.

Und ich gehe weiter auf diesem Weg, wohl wissend, dass er manchmal dornenreich und steinig ist. Doch alles im Leben hat seinen Preis und das wof├╝r man k├Ąmpfen mu├č, ist weit mehr wert, als das was einem in den Scho├č f├Ąllt.
Ich bin inzwischen so selbstbewu├čt und stark geworden, dass ich mich nicht mehr zufrieden gebe mit dem was so abf├Ąllt f├╝r mich, weil ich denke ich h├Ątte eh nicht mehr verdient, sondern ich kletter rauf auf den h├Âchsten Baum und hole mir die dicksten und sch├Ânsten Fr├╝chte!

Ich schaue nach vorne und nicht mehr zur├╝ck und wei├č, dass das Leben noch viele sch├Âne ├ťberraschungen f├╝r mich bereith├Ąlt, f├╝r die es sich gelohnt hat weiterzuleben!!! Und ich bin bereit den Preis zu bezahlen, statt hinter dem Fenster zu stehen und es an mir vorbeiziehen zu lassen...

und nun habe ich Engelberts Gedanken dazu gelesen und kann mich nur darin best├Ątigt finden!
Ja "gesunder Egoismus", das ist es was ich lernen mu├čte zuzulassen.
Wie kann ich meinen N├Ąchsten lieben, wenn ich mich selbst nicht liebe?
Und ich habe einen "Traum" und er wird wahr werden, sometimes, somewhere, somehow, Weil ich es WILL!

Allen, die resigniert haben, oder wollen ein aufr├╝ttelndes "Es lohnt sich zu k├Ąmpfen!"
Allen denen es gut geht ein "Ich freue mich mit und f├╝r Euch!"

Herzlichst
Eure Vodia

P.S.: Danke Engelbert, es war gar nicht so schlimm, wie ich erst bef├╝rchtet hatte :-) und nicht so kurz wie ich angek├╝ndigt hatte :-)
by Vodia @18.05.2005, 10:59

Zur Resignation geh├Ârt Charakter. Ist nicht von mir, sondern von Goethe.
Ich bin der Meinung wenn einer auf Dauer resigniert kann er gleich aufh├Âren zu leben. Wenn einer seine Grenzen erkennt hat dass nicht┬┤s mit Resignation zu tun. Immer daran denken, die Hoffning stirbt zuletzt.
by Gerhard aus Bayern @18.05.2005, 10:58

Was sagt das Fremdw├Ârterlexikon dazu?

Re┬Ěsi┬Ěgna┬Ěti'on, die; -,-en
1. Aufgabe, Verzicht, Entsagung, Ergebung in das Schicksal
2. Gef├╝hl der Niedergeschlagenheit, Mutlosigkeit
3. (freiwillige) Niederlegung eines Amtes

Tja, bin ich jetzt wirklich kl├╝ger?

Manche Dinge sind wie sie sind, das muss ich hinnehmen, da kann ich nichts mehr ├Ąndern, anderes will ich nicht ├Ąnderen, weil ich es gut finde, da geb ich auf.

Dann g├şbt es aber auch Situationen an denen kann ich direkt nicht ├Ąndern, ausser meiner Einstellung dazu, derzeit befasse ich mich so ein wenig mit Viktor Frankl, dem Vater der Logotherapie (nicht verwechseln mit Logop├Ądie, was sprechen lernen ist).

Logotherapie, sagt dass Leben immer und auf jeden Fall Sinn macht. Viktor Frankl war Jude und hat das KZ ├╝berlebt und diese Erlebnisse auch als Buch ver├Âffentlicht (Trotzdem ja zum Leben sagen).

Manchmal kann ich halt grad nicht wie ich will, aber es kommen wieder andere Tage und mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, bringt h├Ąufig nur Kopfschmerzen, sinnvoller ist es ein St├╝ck der Wand entlang zu gehen und nach L├Âchern in der Wand zu suchen.
by Pinguina @18.05.2005, 10:57

Es ist schon resignierend wenn man mit 54 Jahren einen Punkt ereicht hat, an dem man mit 18 Jahren war, nur damals war der Schwung der Jugend, die Neugier und der Wille gepaart mit der ├ťberzeugung alles schaffen zu k├Ânnen was sich vornimmt, noch da.

Heute wo nur noch Tr├╝mer vorhanden, der Lebensplan gescheitert, der Glaube verloren, aber immer noch neugierig, komme ich mir vor, wie jemand der einen Flu├č ├╝berquert in dem er von Stein zu Stein, springt ohne das Ufer zu sehen.
W├Ąren da nicht manchmal Begegnungen mit Menschen die eine so positive Wirkung, wie die Sonne auf mich haben, sofort keimt wieder Hoffnung auf, wohl wissend das ein frischer Wind mich umschmei├čt und resignieren l├Ą├čt.

Nat├╝rlich wei├č ich das die Kraft aus mir kommen sollte und ich nicht die Hoffnung im Topf eines anderen kochen darf, aber ausgebrannt, ohne Ziel, immer ein St├╝ck selbst zur├╝cklassend, bleibt nur das zur├╝ckschrauben von Anspr├╝chen, Resignation oder Suizid. Das Letztere spare ich mir als Joker auf, denn noch bin ich zu neugierig.

@ Karin
Was den freiwilligen Tod betrifft: ich sehe in ihm weder eine S├╝nde noch eine Feigheit. Aber ich halte den Gedanken, da├č dieser Ausweg uns offensteht, f├╝r eine gute Hilfe in Bestehen des Lebens und seiner Bedr├Ąngnisse.



by silverfuxx @18.05.2005, 10:49


Danke, dass es einen Platz gibt, wo man dar├╝ber reden kann.

Tja, ich kenne es so, dass die Resignation mir oft hilft, dass ich auf das Pferd "mein wirkliches Leben" wieder aufspringen kann. Es ist f├╝r mich die H├Âlle, Resignation zu erleben, aber jedes mal ├Âffnet sie mir T├╝ren, wenn ich sie frage, was sie eigentlich von mir will. Und ich sage euch, sie will mich! dazu bewegen, mein echtes Leben zu leben- vorrausgesetzt, ich will die T├╝r zu mir ├Âffnen. Wahrscheinlich ist sie sogar ein sehr guter aber nicht gerade sanfter Freund, der es wirklich gut mit einem meint.

Ich kenne sehr viele und sehr existentielle Formen von Resignation, da ich bereits seit dem S├Ąuglingsalter traumatisiert bin. Ich hatte nie das Gef├╝hl, ein Recht auf Leben zu haben; das f├╝hrte bei mir unweigerlich zu Resignation. Und meine einzigste Chance ist tats├Ąchlich, sie als Schl├╝ssel zu mir zu sehen und nicht als Feind.

Also, ich w├╝nsche euch viele sch├Âne Begegnungen mit euch selbst.
by Nicola @18.05.2005, 10:45

nicht gerade die richtigen tage, um sich darum gedanken zu machen. resignieren, akzeptieren und annehmen? hoffnung sch├Âpfen, f├╝hlen und k├Ąmpfen....

wozu? ...um sein leben zu leben! ob man will oder nicht.

liebe gr├╝sse,
Diana
by Diana @18.05.2005, 10:37

@ sommerregen

Sicher darf man sein Leben auch unver├Ąndert genie├čen, wenn es einem verg├Ânnt ist ein zufriedenes Dasein zu haben.

Ich bin mittlerweile auch VOLLKOMMEN zufrieden, und ich m├Âchte nichts an meinem Leben ├Ąndern. Aber ich bin froh es vor Jahren komplett ge├Ąndert zu haben. Es stand ja zur Diskussion: "gibt oder gar es bei euch einen Punkt der Resignation?".

Ich freue mich f├╝r dich, wenn du nur positives erlebt hast und noch niemals in der Situation warst, dass es keinerlei Perspektiven mehr gibt.

LG
Andrea
by Andrea @18.05.2005, 09:49

Gegenfrage: Muss man denn sein Leben immer ├Ąndern wollen ? Warum kann (darf) man denn nie zufrieden sein, so wie es ist ?
Ist es denn besser immer irgend welchen Illusionen nachzuh├Ąngen ?

Liebe Gr├╝sse
by Sommerregen @18.05.2005, 09:38

Hallo alle Lieben zusammen,
zu dem Thema Resignation m├Âcht ich mich gern ├Ąu├čern.
Ich kenne diesen Punkt und hatte ihn schon mehrmals in meinem Leben, weil ich glaubte alles sei sinnlos und der ganze Kampf wozu?
ich bin seit 4,5 Jahren an der Dialyse mit H├Âhen und Tiefen, meine Ehe ist zerbrochen, aber ich habe nie ganz aufgegeben. Dieses resignieren waren immer nur Stunden, dann begann die erneute Suche-jahrelang im "Au├čen" und seit kurzer Zeit im Inneren, in mir selbst. Und dort habe ich es gefunden-die Freude, den Frieden, die Ruhe und eine unglaubliche Liebe, die mich tr├Ągt und jeden Augenblick leben l├Ą├čt.
Ich m├Âchte nur sagen, sucht weiter, h├Ârt nicht auf, jeder kann diesen inneren Frieden und die Zufriedenheit finden und so gl├╝cklich sein.
Alles Lieb
Karin
by Karin @18.05.2005, 09:36

Hoffnung

ist nicht die ├ťberzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas SINN hat,
egal wie es
ausgeht.

Václav Havel

Und alles hat einen Sinn, dass wir auf Erden sind.
Auch wenn wir mit dem Tod, Abschiede, Trennungen, Krebs konfrontiert werden. Es gibt so viele kleine Dinge, wie ein Lichtstrahl, eine Hummel an einer Bl├╝te, ein L├Ącheln eines geliebten Menschen oder die Gr├╝bchen im Gesicht meiner Tochter... und dann die Freunde/Freundinnen und deren Gespr├Ąche, Diskussionen, die mich immer wieder aufbauen.
Kraft sch├Âpfe ich auch bei der Malerei, bei der Gestaltung von Websites und vieles mehr...
Lasst euch nicht gehen, es geht immer wieder aufw├Ąrts!
by @18.05.2005, 09:34

Wie beneide ich die M├Âwe am Himmel
die so schwerelos dahinsegelt
jedem Windstoss trotzt
niemals einen Gedanken dran verschwendet:
was w├╝rde passieren, wenn ich abst├╝rze?


Dieses kleine Gedicht habe ich einmal geschrieben, da gings mir auch nicht so gut. Es spiegelt meine Gedanken wieder.

Als ich meinen Mann kennengelernt habe, hat er mir als sein Lebensmotto geschrieben: "Ich nehme alles wie es ist, weil ich kann es ohnehin nicht ├Ąndern!"
Dies hat mich damals sehr ersch├╝ttert - aber mittlerweile hat er erkannt, dass wenn, nur er selber sein Leben ├Ąndern kann. Niemand kann das Leben des andern nachhaltig und zu dessen voller Zufriedenheit ├Ąndern. Wenn mir etwas nicht passt, dann werde ich es wohl oder ├╝bel selber in die Hand nehmen m├╝ssen. Dass jegliche psychische und physische (je nach dem) Unterst├╝tzung sehr wertvoll ist, steht nat├╝rlich au├čer Frage!

In diesem Sinne w├╝nsche ich allen hier aber auch mir selber:
M├Âgen wir immer wieder die Kraft und vor allem den Sinn finden, einen Kampf zu beginnen.
by Andrea @18.05.2005, 09:31

Ich habe angefangen zu schreiben, aber eigentlich weiss ich gar nicht wo und wie ich anfangen soll. Ich habe mein Leben lang gek├Ąmpft, um Gesundheit, um meine Ehe, um Gerechtigkeit, es gibt so vieles. Den Kampf um die Ehe hab ich verloren, alles andere habe ich weitestgehend geschafft. Am meisten hat mir meine Tochter geholfen. Als sie klein war, war es Ansporn, f├╝r sie zu leben, sie gross werden zu sehen. Als sie gr├Âsser war und ich wieder krank wurde, war sie mir eine echte Hilfe, hat mich aufgemuntert, immer wieder: du schaffst das Mama! Ich bin sicher, wenn es meine Tochter nicht g├Ąbe, g├Ąbe es auch mich nicht mehr.

Geholfen haben mir viele positive Gedanken, die ich im Laufe meiner Therapien gelernt habe, ich bin nicht mehr so pessimistisch wie fr├╝her. Ich ziehe aus B├╝chern sehr viel Kraft, aus Musik. Ich bin davon ├╝berzeugt, dass jeder soviel aufgepackt bekommt, wie er auch tragen kann. Wir werden dadurch stark. Wo Schatten, da ist auch Licht, wir sehen es nur oft nicht.

Resigniert hab ich bei zwei meiner Schwestern, es geht nicht mehr, ich will mich nicht mehr verletzen lassen. Ich muss mich sch├╝tzen. Es gibt keinen Kontakt mehr. Mit der einen schon ganz lange nicht, mit der anderen, weil es meine Zwillingsschester ist und ich/wir es immer wieder versucht haben, seit einem Jahr nicht mehr.

Manda



by Manda @18.05.2005, 08:52

@Gerhard aus Bayern

Komm endlich raus aus Deinen bunt behangenen H├Ąusern. Nicht nur lesen, Du hast doch auch eine Meinung!!! Sag sie uns ruhig.

Fr├╝hst├╝cksgr├╝├če von Inge
by Inge aus Hamburg @18.05.2005, 08:42

@ Karin

Die Ehrlichkeit aus den Kommentaren spricht B├Ąnde und ich glaube, hier schwirren alles kleine und gro├če Menschenengel herum, die Dir, mir und all den anderen denen dieses Thema auf dem Herzen brennt, helfen werden. Wie? Das m├╝ssen wir gar nicht wissen.

Ich freue mich, dass wir alle nicht gedankenlos sind. Mit meinem Lebensfreund habe ich einen Spruch: "Die Gedanken sind frei". Sch├Ân, dass wir freie Gedanken haben, ich w├╝nsche sie uns allen, denn keiner kann sie uns nehmen.

Inge

by Inge aus Hamburg @18.05.2005, 08:38

Resignation, ist das vielleicht, das man sich mit etwas abgefunden hat, mit dem man sich eigentlich nicht abfinden will?
Kostet Resignation nicht auch unendlich viel Kraft, vielleicht genau so viel wie der Aufbruch, Umbruch?
Sich immer wieder zur Ruhe zwingen, zum weitermachen, ohne zu denken, ohne Sehns├╝chte aufkommen zu lassen?
Ich weiss, dass es Dinge gibt, die nicht zu ├Ąndern sind, mit denen wir uns abfinden m├╝ssen, kann man sich positiv damit abfinden, kann man sie so in das Leben integrieren, das einem vielleicht an anderer Stelle noch so Sch├Ânes zu bieten hat? Leben ist nicht immer einfach, aber vielleicht kann man einfach leben
by Elly @18.05.2005, 08:32

Es gibt so viele Dinge die man im Moment nicht ├Ąndern kann, aber aufgeben und resignieren ist bestimmt kein Weg. Ich wei├č wie schwer der Kampf ist und oft ist es so hoffnungslos - aber wie hei├čt es auch so sch├Ân - die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich k├Ąmpfe jeden Tag auf Arbeit, da├č es besser wir, mir alles wieder mal Spa├č macht und mich meine Kollegin akzeptiert. Genauso hoffe ich, da├č mein Freund vielleicht mal eine Arbeit in Berlin findet, bei mir - akzeptieren mu├č ich aber erst einmal seinen Arbeitsplatz in Leipzig. Besser etwas, als gar nichts.
Das Leben ist nun einmal nicht einfach - aber man sollte sich auch an Teilerfolgen erfreuen.

Ich w├╝nsche allen einen wundersch├Ânen resignationsfreien Tag.
by Anja @18.05.2005, 08:06

Liebe Seelenf├Ąrbler - ich habe vor einiger Zeit angeschnitten das Thema "Angst" vielleicht einmal etwas n├Ąher zu behandeln - es ging "vor was habt ihr Angst". Heute ist die Frage nicht mehr vor was habt ihr Angst, sondern schon darum was ist die heutige Angst - die in ihrer Diffusheit so vielf├Ąltig ist - dass man sich kaum mehr entziehen kann. Dies Angst, die ├╝berall gesch├╝rt wird und von so vielen Gruppen - dass man schon ein sehr starker Mench sein muss, um ihr zu entkommen. Diese Angst, die einem manchmal den Atem nimmt - weil man sich nicht dagegen zur Wehr setzen kann. Und dann kommt Resignation - Depression - doch auch diese Zust├Ąnde sind diffus - nicht greifbar. Man kann kein Pflaster nehmen und die Wunde heilen - . Und wie soll man sich helfen - nein es ist verdammt schwer - . Und all die guten Ratschl├Ąge n├╝tzen uns nichts , denn wenn wir resigniert haben - dann sind all die wunderbaren Ratschl├Ąge (die nat├╝rlich nicht ein einziges Problem gel├Âst haben) - schon befolgt worden - ohne den angegebenen Nutzen. Resignation kommt nach vielen vergeblichen Versuchen - und ist dann Resignation nicht richtig? Haben wir dann nicht aufgeh├Ârt zu k├Ąmpfen - sind wir die ewige Angst dann leid? Wenn wir endlich aufgeben zu k├Ąmpfen und zugeben, dass wir resigniert sind - dann geht es wieder aufw├Ąrts - ist Resignation eine Krankheit? Nein - es ist ein Ende des Kampfes, den man nicht gewinnen kann.
Und es wird niemanden geben, der nicht schon resigniert war - und schaut euch doch alle an - ihr seid noch da - ob resigniert oder nicht - die Sonne scheint noch immer - es geht weiter - . Wenn interessiert es eigentlich wirklich, wie viele Kilos ich wiege - ob ich arbeitslos bin - ob ich k├Ąmpfe oder nicht - . Niemanden.
Umarmt euch - wir sind alle wunderbare Menschen - und Zeiten der Resignation sind Zeiten der Resignation - und sie gehen wieder vor├╝ber - raus aus der Angst. Es ist in Ordnung resigniert zu sein - es wird wieder anders - wir leben in einer sehr schwierigen Zeit - so ist es. Kopf hoch - alles wird gut.

by moonsilver @18.05.2005, 08:04

Auch ich hatte eine schlimme Zeit in der ich ├╝berlegt habe, wie geht es weiter.
Getreu meinem Motto: Jetzt erst recht!, habe ich gek├Ąmpft und k├Ąmpfe immer noch, aber ich habe schon sehr viel erreicht und ich bin stolz darauf. Ich denke durch jeden Fehler hat man die Chance neu anzufangen.
Wenn man denkt man hat keine Kraft. Man bekommt soviel Kraft als ben├Âtigt wird, auch wenn man sein Leben ver├Ąndern will.
Ich w├╝nsche Euch allen einen sch├Ânen, aufbauenden Tag.
by Heiderose @18.05.2005, 07:56

Herr gib mir die Kraft die Dinge zu ├Ąndern die ich ├Ąndern kann; Gib mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen die ich nicht ├Ąndern kann; Und gib mir die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.

Oettinger
by Mariechen @18.05.2005, 07:51

Ja, ich hatte viele Punkte, an denen ich mich am Ende glaubte.
Zuletzt beim Tode meines Mannes. Im Moment nehme ich Antidepressiva f├╝r ca. 3 - 5 Monate. Ich hatte nach meinem Umzug nicht die Kraft, die Kartons auszupacken, weil ich dachte, es hat keinen Zweck mehr, du stirbst auch..
Mittlerweile ist meine Wohnung gem├╝tlich geworden. :-)
N├Ąchste Woche schalte ich eine Zeitungs-Anzeige hier in der Stadt, um mir einen neuen Bekanntenkreis aufzubauen.
Ab morgen wird die 6 vor meiner Geburtstagszahl stehen. Grauenhaft.
Das sind alles vor├╝bergehende Situationen, werdet Ihr sagen....aber es ist manchmal so schlimm mit mir, dass ich geradezu darum bitte, von dieser Welt Abschied zu nehmen. Um mir selbst ein Ende zu setzen, dazu bin ich zu feige.
Niederrheinische Gr├╝├če
by Karin @18.05.2005, 07:49

@ claudi

Komisch, Du sagst das, was ich mir w├╝nsche und ich wei├č, dass dieser Wunsch von mir hier und heute auch noch gelesen wird von denen, den ich zutraue, dass sie mir helfen werden. Nicht heute, aber sicher, wenn ich nicht mehr an mein Arbeitsleben gebunden bin.

Gru├č von Inge
by Inge aus Hamburg @18.05.2005, 07:46

ja,ich hatte in meinem leben schon ├Âfter solch einen punkt.wei├č nicht wie ich es immer wieder raus geschafft habe,bin wahrscheinlich doch ein zu optimistischer mensch.als junge frau,verheiratet mit einem alkoholiker,war es mal ganz schlimm.da hat mir dann eine ├Ąrztin im krankenhaus geholfen.jetzt habe ich es auch noch manchmal,aber es ist nicht mehr so schlimm.liegt wahrscheinlich am alter.aufz├Ąhlen k├Ânnte ich die situationen hier nicht,das w├╝rde den rahmen sprengen.sollte doch mal ein buch schreiben,wie mir schon geraten wurde.sie w├╝rden mir auch einen lektor stellen.aber wer will schon lesen,was ich erlebt habe.andere haben viel schlimmeres erlebt.
lg leonilla
by leonilla @18.05.2005, 07:29

Manchmal ist etwas leichter gesagt als getan,
manchmal m├╝ssen wir Entscheidungen treffen
und manchmal m├╝ssen wir auf unser "Inneres" h├Âren,
um uns nicht sp├Ąter NICHT sagen zu m├╝ssen;
"H├Ąttest du doch.."
Das Leben ist nicht leicht
und es gibt nun mal LEIDER weder ein
REZEPT- noch ein FORMEL-Buch daf├╝r
manchmal sage ich mir:
"es kann nur noch besser werden.."
aber, wir haben nun mal NUR 1 Leben!
am Besten ist es, wenn man/frau
gen├╝gend Beistand bei Freunden/Freundinnen findet
die einem mit Rat&Tat zur Seite stehen,
dann wird das Leben manchmal etwas ertr├Ąglicher
auch ein Hobby kann ein "ausgleichendes Hilfsmittel" sein
(sh. meine website)
ich w├╝nsche Euch recht viel Kraft und Mut
aber, he mehr man gr├╝belt, desto tiefer werden die Wunden und Gr├Ąben!
mlG Christin
by @18.05.2005, 07:25

ja, ich hatte auch einen solchen punkt. geholfen hat mir am ende die liebe. ein mann kam in mein leben und hat mir die kraft, den mut und den n├Âtigen halt gegeben, um daran etwas zu ├Ąndern.

ich denke, es kommt bei jedem menschen, wenn er einen solchen punkt erreicht hat, irgendwann eine situation/ein anderer mensch/irgendetwas, was ihm hilft, diesen punkt zu ├╝berwinden.
allen, die an einem solchen punkt stehen, w├╝nsche ich von herzen, dass es bald geschieht.
by claudi @18.05.2005, 07:23

Guten Morgen miteinander,

ja, ich habe auch so einen Punkt. Ich w├╝rde gern ver├Ąndern, habe aber gro├če Zukunftsangst. Dazu kommt dann noch mein Alter von 58 Jahren und die Politik, die alles erschwert und die sogenannte Unbeholfenheit von Familienangeh├Ârigen. Meine Unbeschwertheit ist dahin, sie ist lahmgelegt, ich wei├č es.

Meine Mutter hat mir ein (verkehrtes) Denkmuster hinterlassen: "Wir brauchen was Warmes zum Anziehen, Suppe im Teller und ein Dach ├╝ber den Kopf. Alles andere ist unwichtig." Ich denke, dass gerade dahin unser vieler Leben hin geraten ist: wir vegetieren, weil wir Angst haben. Wir leben, aber trauen uns nicht mehr. Wir resignieren, weil nur noch Verbissenheit regiert.

Es gibt immer einen Weg, aber welcher ist richtig? Wenn ich ihn schon nicht finde, dann w├╝nsche ich Euch, dass Ihr ihn findet.
Eure nachdenkliche Inge aus HH
by Inge aus Hamburg @18.05.2005, 06:35

Ein total aktuelles Kalenderblatt f├╝r mich...vielleicht finden wir doch noch einen Weg...aber momentan sitze ich allein hier und weine...
Euch allen einen sch├Ânen Tag!!
by @18.05.2005, 04:10

Das Kalenderblatt regt heut zum Nachdenken an .....

Bei mir ist es so, dass ich mich mit manchen Dingen abgefunden habe, weil sie einfach zu meinem Leben (Schicksal) geh├Âren. Da kann ich nichts daran ├Ąndern und es ist wohl in gewisser Weise schon irgendwie Resignation, aber besser f├╝r mich. Ich will zuk├╝nftig keine Berge mehr versetzen und keine unsicheren H├Âhenfl├╝ge mehr wagen, denn das unsanfte herunterplumpsen auf den Boden ist immer so schmerzhaft .... ;-)

Einiges will ich jedoch unbedingt ├Ąndern, da w├╝nsch ich mir Kraft, damit es gelingen kann. Ich muss dazu den Weg der kleinen Schritte gehen ....

Hm hatte mir fest vorgenommen, zeitiger in die Heia zu gehen, es ist mir wieder nicht gelungen :-((( doch morgen klappts BESTIMMT !!! ;-)

Liebe Gr├╝sse und ich freu mich schon seeeehr auf den Nesselchensamen :-)))))))
by Carola (F├╝rth @18.05.2005, 02:04

ich sitze hier und ├╝berlege gerade, wo der unterschied zwischen akzeptieren und resignieren liegt. resignieren = aufgeben? akzeptieren = etwas annehmen?

ist es besser etwas zu akzeptieren als zu resignieren?

es gibt verschiedene sachen in meinem leben, bei denen ich eingesehen habe, dass ich sie nicht ├Ąndern kann. aber ich finde nicht, dass ich resigniert habe. ich meine, dass ich eben gewisse dinge akzeptiert habe. es ist doch ziemlich sinnlos und sehr kr├Ąfte- und nervenraubend gegen dinge anzugehen, die man wahrscheinlich sowieso nicht ├Ąndern kann. merk wohl, dass ich hier nur von mir selbst rede.

*gr├╝bel, gr├╝bel*
natti, natti

by sabine @18.05.2005, 01:12

aufgegeben hab ich,mit meiner tochter wieder kontakt zu haben...:-(
ich habe mich vor ca.3 jahren von meinem mann (kurz nach der silberhochzeit) getrennt....war keine sch├Âne trennung,das geb ich zu,und meine tochter(damals 21) nimmt es mir heute noch ├╝bel,das es so war wie es nunmal war..wir waren die ganzen jahre sowas wie echte freundinnen,umso mehr schmerzt es jetzt....habe sie fast anderthalb jahre nicht gesehn...es besteht zwar telefonkontakt..wenn ihr danach ist..aber mehr will sie halt nicht...*noch nicht*...sollte ich vielleicht doch noch nicht aufgeben und weiter warten?...frage ich mich oft...
nachdenkliche gr├╝sse aus dem ruhrgebiet...
by isy @18.05.2005, 01:01

Puh, das trifft mich nun gerade wie ein Schlag...vor ein paar Stunden habe ich angefangen mit den Gedanken, ob ich nicht einfach alles hinschmeissen soll (therapie) und mich nun damit abfinden soll, das es ist, wie es ist...das es war, wie es war und das sich auch nach Jahren nichts ├Ąndern l├Ąsst...vor 2 Minuten hab ich ├╝berlegt, ob es nicht besser w├Ąre, mit jemandem ├╝ber diesen Gedanken zu reden...und in genau dem Moment mache ich das Kalenderblatt ( wie jede Nacht ) auf...hat das was zu bedeuten ??? Ja, ich w├╝rde gerne genau jetzt resignieren.

Nachdenkliche Gr├╝├če von der sonst stillen Leserin Co
by Co @18.05.2005, 00:28

Gerade als ich mir Gedanken dar├╝ber machte, ob mein Blog vielleicht zu oberfl├Ąchlich ist, und ich unbewusst mit den vielen Fotos darin von mir selbst ablenken will, kommt diese sehr pers├Ânliche Frage.

Ja, es gibt verschiedene Bereiche in meinem Leben, bei denen ich nah daran bin, zu resignieren.

1. Mein jahrzehntelanger Kampf mit meinem Gewicht: Soll ich einfach aufgeben und mich endlich damit abfinden, dass ich nie mehr in Kleidergr├Â├če 42 passen werde? Aber ich habe Angst, dann irgendwann vollkommen aus der Form zu geraten ...

2. Mein Versuch, das Verh├Ąltnis zu meiner Schwester zu kl├Ąren: Wir sind einfach zu verschieden, als dass wir Freundinnen sein k├Ânnten - aber warum f├╝hle ich mich ihr gegen├╝ber immer unterlegen? Oder soll ich einfach resignieren und neidlos anerkennen, dass sie die St├Ąrkere und Kl├╝gere von uns beiden ist?

3. Ja, da gibt's noch einen Punkt, bei dem es vielleicht besser w├Ąre, zu resignieren, und ich mir somit viel Herzschmerzen ersparen k├Ânnte.

Aber auch hier will ich nicht aufgeben, weiterzusuchen und das zu ver├Ąndern, was mir nicht gef├Ąllt ... nein, Resignation ist nicht die L├Âsung!

Euch allen eine gute Nacht w├╝nscht eine nachdenkliche
by @18.05.2005, 00:14

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