Kommentare zu «kb20060420»

Ein sehr ergreifendes Kalenderblatt, und ich fĂŒhle mit Dir Otto.
aber bedenke
Das letzte ist nicht Tod,
sondern Auferstehung,
und nam Ende steht nicht Verlust,
sondern Vollendung des Lebens.
by Christoph @27.04.2006, 18:40

Das Leben gab es schon, bevor wir geboren wurden. Und das Leben existiert weiter, wenn wir wieder von der Welt gehen. Den Tod gibt es eigentlich nicht. (Paulo Coelho)
by butterfliege @22.04.2006, 20:57

lieber otte
hier ein gedicht das ich von monika maria bekommen habe.
Heimkehr

Es ist die Zeit gekommen und seine
Seele ging heimwÀrts , zum Vater.
Es ist eine Zeit angebrochen
in der es fĂŒr ihn hier auf Erden nichts mehr zu tun gibt.

Die Zeit ist gekommen und
das irdische Kleid abgelegt,
jetzt ist sein Auftrag erfĂŒllt.

Wenn die Zeit gekommen ist und
sein Herz nicht mehr schlÀgt und es
nur einen Menschen gibt, der ihn liebte,
dann hat er nicht umsonst gelebt...

...wenn es nur einen Menschen gibt,
dem er Worte sagte, die ihm Mut machten,
dann hatte sein Leben Sinn...

...wenn es nur einen Menschen gibt,
der sich durch ihn verstanden fĂŒhlte,
dann hatte sein Leben Kraft...

...wenn es nur einen Menschen gibt,
auf dessen Gesicht er ein LĂ€cheln zaubern konnte,
dann hatte sein Leben Tiefe...

... wenn es nur einen Menschen gibt,
der sich freute, wenn er ihn sah,
dann hatte sein Leben StÀrke...

... wenn es nur einen Menschen gibt,
der ihn vermisst, dann war er in dieser Welt
ein kleines Licht....
... das nun in einer anderen Welt fĂŒr euch leuchtet

by @21.04.2006, 15:17

Lieber Otto, mir fehlen die Worte. Deswegen sage ich es ganz schlicht und unvollkommen, aber ich muss dies doch jetzt schreiben:
Das ist einfach alles nur fabelhaft, natĂŒrlich nicht die 10 Tage tiefstes Leid, aber alles rundherum. Ich hoffe, du verstehst wie ich es meine.
Alles Gute fĂŒr dich, nun etwas Ruhe und Erholung!
Tirilli
by @21.04.2006, 01:18

Lieber Otto,

in all die Trauer möge sich Freude darĂŒber mischen, dass die Oma so lange bei euch sein durfte.
Sie strahlt eine Lebensfreude auf dem Foto aus, die richtig angenehm ist.

Das Kalenderblatt berĂŒhrt mich besonders, weil meine Gedanken in den letzten Tagen sehr oft bei meiner Mutti weilen, die uns gestern vor 40 Jahren, in der BlĂŒte ihres Lebens...verlassen musste.
In meine traurigen Erinnerungen flechte ich immer die schönen Erlebnisse mit ein, die unvergessen bleiben...selbst nach so vielen Jahren.

Danke, Engelbert, jeden Tag mögen wir uns WĂ€rme schenken, um das LEBEN zu spĂŒren.

Liebe GrĂŒĂŸe von Marianne
by Marianne/ThĂŒr. @20.04.2006, 20:29

der Tod ist fĂŒr die Menschen die zurĂŒck bleiben...schrecklich..den das Loch was sie hinterlassen ist nicht aufzufĂŒllen aber ich glaube an ein weiterleben der Seelen und das die geistige Entwicklung weitergeht auch nach dem Tod das der Tod kein Ende ist sondern ein Neuer Anfang ist...Ich finde es schön wenn man in Liebe auf einen Menschen zurĂŒckschaut ist es icht das was wir uns alles wĂŒnschen.....Liebe Oma 86 Jahre ist ein stolzes Alter du hast Menschen glĂŒcklich gemacht ansonsten wĂŒrden wir nicht hier an unseren PC sitzen und an sie denken Alles Gute fĂŒr deine Seele Oma
by @20.04.2006, 19:38

Die Bank

Noch immer sitzt du hier

als wĂŒrde sich dein Schatten
ausruhen
und durch mein Kommen
zum Leben erweckt werden

Alle Worte, Gedanken, GefĂŒhle
warten auf mich
um durch deinen Zauber
lebendig zu werden

TĂ€glich setze ich mich zu dir
schließe die Augen
sinke in deinen Schatten
und atme dich ein

Der Tod hat etwas EndgĂŒltiges
aber hier an diesem Ort
bist du warm und wahr
fĂŒr einen kurzen Augenblick
(c)otto lenk

Ich danke fĂŒr dieses Kalenderblatt. Es erlöst mich ein wenig aus der Starre, dem Wortlosen.
Oma Gertrud kam vor fast drei Jahren in unser Haus. Sie konnte nach einem schweren Sturz nicht mehr alleine leben. Vieles hat sie mir in dieser Zeit geschenkt. Dieses wundervolle GefĂŒhl, eine Familie zu haben zum Beispiel. Mit der Zeit wurde aus „Schwiegeroma“ Gertrud, Oma Gertrud.
Seit dem Tod meiner ersten Frau, pflege ich deren Tante, die durch eine MS-Erkrankung vollstĂ€ndig gelĂ€hmt ist. Mit Oma kam nicht nur eine Freundin und Gesellschafterin fĂŒr die Tante ins Haus, nein, Oma war fĂŒr die Tante auch HĂ€nde und FĂŒĂŸe. Viele Dinge (z. B. die gemeinsame Frei-Zeit mit meiner Frau)
wÀren ohne Oma nicht möglich gewesen.
Vor zirka einem halben Jahr wurde Oma vergesslich, mit zunehmender Dauer dement. Wir fĂŒhrten dies auf Omas Alter zurĂŒck. Doch es hatte eine andere Ursache. Nach einem schweren Krampfanfall, Montag vor neun Wochen, stellten die Radiologen einen unheilbaren Tumor bei Oma fest. Sie gaben ihr damals noch etwa zwei bis drei Wochen zu leben. Meine Frau und ich baten die Ärzte, Oma nichts von ihrer Krankheit zu erzĂ€hlen. Sie willigten ein, und wir nahmen Oma mit nach Hause
zum sterben.
Sie hat den Ärzten ein Schnippchen geschlagen. Fast neun Wochen blieben uns. Ein wundervolle, gemeinsam ganz intensiv er/gelebte Zeit. Es wurde viel gelacht, Oma verbrachte ihren 86ten Geburtstag im Kreise ihrer Lieben, und sagte zu jedem Gratulanten ihren Lieblingsspruch: Mir geht es gut. Hauptsache gesund.
Die letzten zehn Tage ihres Lebens waren nicht mehr so leicht. Konnte sie vorher die Tage noch im Rollstuhl verbringen, war sie nun zu schwach dazu, von Schmerzen, durch eine zusĂ€tzlich auftretende GĂŒrtelrose verursacht, arg gepeinigt. Es begann das wund liegen. Der Tumor drĂŒckte auf die Sehnerven. Oma wurde nach und nach blind. Sie schlief fast den ganzen Tag. Ostermontag fiel sie in ein Koma, aus dem sie nicht mehr erwachte. Am Dienstag starb sie in meinem Beisein. Einfach so. Ein letzter Atemzug


Ich bin Oma fĂŒr so viele Dinge dankbar. Sie hat aus mir einen besseren Menschen gemacht. Mehr geht nicht.

Vielen Dank fĂŒr eure wundervollen Gedanken und Worte

Alles Liebe Otto

by @20.04.2006, 19:13

Danke !! fĂŒr dieses Kalenderblatt
by @20.04.2006, 16:54

Unser Leben hier auf Erden ist begrenzt und dennoch geht es weiter. Wir alle werden geboren, um zu sterben, der eine frĂŒher, der andere darf ein wenig lĂ€nger in unserer Mitte sein. Wir erleben schöne und vielleicht auch weniger schöne Zeiten wĂ€hrend unseres Wandels auf dieser Erde.

Es ist schmerzhaft, einen geliebten Menschen zu verlieren und können trotzdem dankbar sein, wenn wir ihn so lange haben begleiten dĂŒrfen.

Aufrichtige Anteilnahme, lieber Otto. Eure Oma bleibt sicherlich unvergessen.

Herzliche GrĂŒĂŸe
Christa

by Christa J. @20.04.2006, 16:04

@Snowstar
Der Text ist aus dem schönen Buch von Marc Levy: So lange du da bist
@Helga
Der Text ist wunderschön. Danke!
@nympheas
Du hast die Chance, dein Leben intensiv zu leben, da dir die Endlichkeit bewusst ist. Genieße die Stunden. FĂŒr mich ist das Thema auf Grund von Krankheit sehr nah und wichtig.
Lieber Gruß
Liesel
by Liesel @20.04.2006, 16:03

es ist schon lange her, seitdem ich das letzte mal hier kommentiert habe, aber heute muss ich einfach meine gefĂŒhle los werden...

als aller erstes möchte ich otto mal ganz lieb drĂŒcken.

ich denke seit dem tod meines vaters, eigentlich sehr viel an den tod. zu viel, wĂŒrde ich sagen... ich weiss, ich sollte das leben geniessen, aber manchmal ist es einfach so, dass ich daran denke, dass ich einfach weg sein werden, irgendwann mal, und dass das eingentlich in jedem moment passieren kann!! das macht mir angst, weil ich noch so viel erleben möchte. mein freund und ich fÜhren seit ĂŒber 3 jahren einen entfernungsbeziehung und auch das fÜhrt dazu, dass ich oft daran denke, dass wir vielleicht keine zeit haben werden, endlich zusammen zu sein,... ich habe seit dem verlust meines vaters viel angst, einen weiteren geliebten menschen zu verlieren... ich kann einfach nicht akzeptieren, dass der tod zum leben gehört, dass man einfach jemanden von einem moment auf den anderen verlieren kann, dass man selbst einfach ausgelöscht wird, ohne gefragt zu werden... ich frage mich oft, wo jetzt mein vater sein mag, wie es ihm dort drĂŒben geht, ob er irgendwo auf uns wartet und wir ihn wiedersehen werden... ich trage ihn in meinem herzen und erinnere mich tĂ€glich an ihn, auch jetzt, nach 2 jahren und 5 monaten muss ich noch oft weinen, wenn ich an ihn denke, im bett liege und mir ein foto anschaue. auf meinem nachtisch steht ein foto von ihm und mir, er hĂ€lt mich im arm, ich lehne meinem kopf an seine schulter... und wir lĂ€cheln beide!! diese momente möchte ich im herzen behalten... fĂŒr immer!!!

liebe grĂŒsse
by nympheas @20.04.2006, 15:41

Ein gelungenes Kalenderblatt - Traurigkeit und Lebendigsein vereint.
Bin noch ganz berĂŒhrt davon und von den vielfĂ€ltigen und einfĂŒhlsamen Kommentaren.

Der Tod, der uns vom Leben trennt,
ist manchmal nÀher als man denkt.

Das mußte ich jetzt loswerden.


by Aisleng @20.04.2006, 12:34

@ snow star, deine Geschichte mit den 84.400 Euro hat mich sehr berĂŒhrt...wie wahr das ist...
by Melanie @20.04.2006, 12:25

Auch meine liebe Oma hat mich am 03.02. diesen Jahres im Alter von 88 Jahren verlassen mĂŒssen. Ich wollte es nicht glauben, nehme es noch immer nicht recht war. Ich bin mir aber sicher, daß ich sie irgendwann wiedersehen werde und das es ihr jetzt...irgendwo...besser geht. Sie hat endlich ihren Frieden gefunden, den sie lĂ€ngst wollte. Und sie hat mir ein Geschenk gemacht. Ich war wenige Stunden vor ihrem Tode noch bei ihr und habe sie gefĂŒttert und ihre Hand gehalten, als sie doch noch einmal aus dem Koma erwacht war. Sie hat mir den Wunsch erfĂŒllt, den ich wenige Tage vorher geĂ€ußert hatte, daß ich sie noch einmal sprechen kann, daß sie mich erkennt und mit mir spricht. Es war fĂŒr mich das grĂ¶ĂŸte und schönste Geschenk, was sie mir noch machen konnte. Und ich werde das tun, was sie sich wĂŒnscht, sie niemals vergessen und meinen Sohn eine gute Mutter sein.
Das Leben geht weiter - fĂŒr uns!
by Gabi M. @20.04.2006, 12:09

ein gutes Kalenderblatt.

Diese Oma hat sicher das zweitschönste Kleid im Himmel bekommen @marita ;) und sie sitzt auch schon in großer Runde an der schönen Kaffeetafel mit all ihren Verwandten und Freunden, die vor ihr nach Hause gegangen sind und die sie schon freudig erwartet haben.
Sie schnacken ĂŒber ihr reichhaltiges Leben, erzĂ€hlen sich Anekdoten und freuen sich wie bunt und reichhaltig ihr Leben war und das ihre noch auf der Erde verweilenden Lieben sie im Herzen tragen und irgendwann auch nach Hause kommen.
by sonja-s @20.04.2006, 11:52

sitzen zwei Skelette auf der Freidhofsmauer:

fragt das eine das andere:
"Glaubst Du an ein Leben VOR dem Tod?"

manchmal fÀllt mir halt nur Blödsinn ein.

LG
vodia
by Vodia @20.04.2006, 11:00

Hallo,

das Thema Tod an sich berĂŒhrt mich insoweit, dass ich es erstrebenswert finde, die Zeit die wir hier auf Erden haben, so gut wie möglich zu verbringen. FĂŒr jeden hat das einen eigenen Charakter.

Was mich am Tod sehr berĂŒhrt sind einige Menschen in meinem Umfeld, die bereits zu Lebzeiten "gestorben" sind, ihr Leben ist deperssiv, einseitig, negativ, sie sind sehr demotivierend und rauben einem viel Kraft, Zeit und LebensqualitĂ€t.... Ich habe ĂŒber 4 Jahre versucht jemanden zum Leben wieder zu erwecken, am Ostermontag habe ich aufgegeben. Ich trauere auch, aber bevor ich mich selber aufgebe, gehe ich jetzt lieber und muß diesen und einige andere Menschen ihrem eigenen Schiksal ĂŒberlassen.

Kennt Ihr das?
Was macht unser Leben wertvoll

!?

Stell Dir vor, Du hast bei einem Wettbewerb den folgenden Preis gewonnen:
Jeden Morgen, stellt dir die Bank 86.400 Euro auf deinem Bankkonto zur VerfĂŒgung. Doch dieses Spiel hat - genau wie jedes andere auch gewisse Regeln.

Die erste Regel lautet:
Alles was Du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast, wird Dir wieder
weggenommen, Du kannst das Geld nicht einfach auf ein anderes Konto
ĂŒberweisen, Du kannst das Geld nur ausgeben.

Aber jeden Morgen, wenn Du erwachst,
stellt Dir die Bank erneut 86.400 Euro fĂŒr den kommenden Tag auf deinem
Konto zur VerfĂŒgung.

Die zweite Regel ist:
Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden, zu jeder Zeit kann Sie
sagen:
Es ist vorbei das Spiel ist aus.
Sie kann das Konto schließen und Du bekommst kein Neues mehr.

Was wĂŒrdest Du tun?

Du wĂŒrdest Dir alles kaufen, was Du möchtest?
Nicht nur fĂŒr Dich selbst, auch fĂŒr alle anderen Menschen, die Du liebst?
Vielleicht sogar fĂŒr Menschen, die Du nicht einmal kennst, da Du das nie
alles fĂŒr dich allein ausgeben könntest?
In jedem Fall aber wĂŒrdest Du versuchen, jeden Cent so auszugeben, dass Du
ihn bestmöglich nutzt, oder?

Weißt Du, eigentlich ist dieses Spiel die RealitĂ€t.

Jeder von uns hat so eine "magische Bank". Wir sehen sie nur nicht, denn die
Bank ist die Zeit.
Jeden Morgen wenn wir aufwachen, bekommen wir 86.400
Sekunden Leben fĂŒr den Tag geschenkt und wenn wir am Abend einschlafen, wird
uns die ĂŒbrige Zeit nicht gut geschrieben.
Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, fĂŒr immer verloren.
Gestern ist vergangen. !!

Jeden morgen beginnt sich das Konto neu zu fĂŒllen, aber die Lebensbank kann das
Konto jederzeit auflösen, ohne Vorwarnung.

Was machst Du also mit deinen tÀglichen 86.400 Sekunden?

Sind sie nicht viel mehr Wert als die gleiche Menge in Euro um sinnvoll genutzt zu werden?

Ich schicke jedem der möchte Sonne ins Herz
SnowStar

Ein Satz noch an Engelbert: Ocean hat heute ein Àhnliches Thema in ihrem Blog, schon erstaunlich.

by SnowStar @20.04.2006, 10:59

Hallo Helga -
noch nie habe ich irgend was ausgedruckt...aber Dein aus "Tore des Gebets" entnommenes hat mich sehr gerĂŒhrt - ich werde es fĂŒr meinen eigenen(hoffentlich noch sehr fernen) Tod verwenden...
by Brigitte @20.04.2006, 10:28

Vielen Dank :-)

Dieses Kalenderblatt entspricht exakt meinen derzeitigen Gefuehlen ...
Zwei meiner Lieben haben mich dieses Jahr verlassen ... viele Erinnerungen werden wach und doch geht das Leben weiter. Und nun endlich ist auch der Fruehling erwacht ...
by Laura @20.04.2006, 10:21

Beim Aufgang der Sonne

und bei ihrem Untergang

erinnern wir uns an sie



Beim Weben des Windes

und in der KĂ€lte des Winters

erinnern wir uns an sie



Beim Öffnen der Knospen

und in der WĂ€rme des Sommers-

erinnern wir uns an sie



Beim Rauschen der BlÀtter

und in der Schönheit des Herbstes

erinnern wir uns an sie



Zu Beginn des Jahres

und wenn es zu Ende geht,

erinnern wir uns an sie



Wenn wir mĂŒde sind

und Kraft brauchen,

erinnern wir uns an sie



Wenn wir verloren sind

und krank in unserem Herzen,

erinnern wir uns an sie



Wenn wir Freude erleben,

die wir so gern teilen wĂŒrden,

erinnern wir uns an sie



So lange wir leben

werden sie auch leben,

denn sie sind nun ein Teil von uns,

wenn wir uns an sie erinnern.



Aus"Tore des Gebets", reformiertes jĂŒdisches Gebetsbuch

schöne, nachdenkliche GrĂŒĂŸe
Helga
by Helga @20.04.2006, 10:04

„Inmitten der
FrĂŒhlingsluft ... ... finden wir Reste unseres Winters“.....“Inmitten all
der netten Menschen finden wir welche, die uns "nicht" gut tun.
Finden wir Diebe unserer Zeit und unserer Kraft..“..“ Inmitten des Abschieds entstehen RĂ€ume fĂŒr andere, neue Dinge..“.........“Inmitten all
der Steine.... entsteht neues Leben......“

Als ich das las, gingen mir lauter Gedankensplitter wie Ewigkeit, Wahrheit, Absichten, Menschen (..“Wer unter Menschen nur einen Engel sucht, der findet kaum Menschen. Wer aber unter Menschen nur Menschen sucht, der findet gewiss einen Engel.“ /Saphir) durch den Kopf..

Aus der Ender-Lyrik paßt fĂŒr mich heute zu deinem Kalenderblatt am besten ein Mix aus seinen Texten:

„Wenn nur Asche noch verblieben,
bleibt uns doch Erinnerung,
jede Trauer ist verschieden,
doch es keimt die DĂ€mmerung“....

„Und so sehen wir uns wieder
in der Wolke hellem Schein,
in den BlÀttern, auf dem Flieder,
tief verwurzelt unser Sein“...

......
„Aus der Stille schöpf' ich Kraft,
finde meine StÀrken,
suche das, was Hoffnung schafft,
was sonst kaum zu merken....

Nehme jede Zeit fĂŒr mich,
horch' auf meine Sinne,
denke dabei stets an dich,
wenn ich was beginne..
...“

„Daß kommen muss - was eingeplant,
das waren wir gewohnt,
doch eingetreten - ungeahnt,
hat uns bisher verschont.

Der Sinn des Lebens war verweht,
die Sanduhr - sie war leer
und nirgendwo geschrieben steht,
was macht man hinterher..“

Wie gut du es verstehst, lieber Engelbert, Menschen, die einen Verlust zu beklagen haben, zu trösten. Ich danke dir dafĂŒr und wĂŒnsche dir
viel Sonne........ in dir und um dich....... und weiterhin so kreative Gedanken, ob es sich um GEBURTS- oder TODES-tage handelt, du weißt immer genau, wie du Menschen helfen kannst, zu b e g r e i f e n...

Dir wĂŒnsche ich wenig Menschen in deinem Umfeld, die dir „nicht gut tun“, "Diebe deiner Zeit und Kraft", das hĂ€ttest du nicht verdient.

Ein nachdenkliches Kalenderblatt.
Danke! Julia

by Julia @20.04.2006, 09:41

Lieber Otto, es tut mir leid...

... sonst fehlen mir gerade etwas die Worte ...

Viele liebe GrĂŒĂŸe - ich denk an euch
Sandra
by @20.04.2006, 09:38

Hallo Engelbert, Danke fĂŒr dieses Kalenderblatt, es geht ans Herz, an den Verstand und unter die Haut.... Jaa, unser Leben ist ein Prisma... alle Farben sind enthalten... auch schwarz...
Immer wieder gut, daran zu denken. Ich wĂŒnsche allen SeelenfĂ€rblern viel Freude an dem heutigen FrĂŒhlingstag. Liebe GrĂŒsse chaley
by chaley3 @20.04.2006, 09:22

Bonjour Engelbert,

Wie immer ein sehr schönes Kalenderblatt mit vielen echte GefĂŒhlen.
Wir sollen jedem Tag geniessen.
chantal
by chantal @20.04.2006, 09:11

Hallo,
das Kalenderblatt gefÀllt mir sehr und regt mich zum Denken an. Danke Engelbert.

Lebe, wie du, wenn du stirbst, wĂŒnschen wirst, gelebt zu haben.
Christian FĂŒrchtegott Gellert (1715-1769)

Einzig die Entscheidungen, mit denen man einmal gut sterben kann, sind letztlich Entscheidungen, mit denen man auch gut leben kann.
Autor/in mir leider unbekannt

Es kann keine wahre Kunst des Sterbens ohne Kunst des Lebens und keine wahre Kunst des Lebens ohne Kunst des Sterbens geben.
Autor/in mir leider nicht bekannt

Lerne zu sterben und du wirst lernen zu leben, denn niemand wird lernen zu leben, der nicht gelernt hat zu sterben.
Autor/in mir leider nicht bekannt

Die Zeit, da es ans Sterben geht, ist nicht die Zeit der EinĂŒbung ins Sterben.
Die eigentliche Lehrzeit der Kunst des Sterbens ist nicht die Stunde des Todes.
Die eigentliche Lehrzeit der Kunst des Sterbens ist das Leben.

Liebe GrĂŒĂŸe, besomnders an
@Tirilli
Liesel
by @20.04.2006, 08:58

Ein gefĂŒhlvolles Kalenderblatt voller guter Gedanken.

Es macht bewußt, daß zum Leben der Tod gehört. Diese Tatsache sollten wir akzeptieren, auch fĂŒr uns und unser eigenes Leben.
Nur so verliert der Tod seinen Schrecken, den er fĂŒr viele hat.

Denjenigen, der ein erfĂŒlltes Leben hatte, dazu noch alt werden durfte, den sollten wir mit einem LĂ€cheln gehen lassen.


by @20.04.2006, 08:37

Hallo Engelbert, sehr schön das heutige Kalenderblatt
Nachdenklich, fröhlich, wirklich.
In meinem Beruf als Krankenschwester - alltÀglich.
Vielen Dank
by Gabi @20.04.2006, 08:05

guten morgen,

leben ist steter wandel .... wie in der natur, dort folgt eine jahreszeit der anderen. nach dem winter folgt der frĂŒhling ....

ich finde heute morgen im kalenderblatt fĂŒr mich wichtige worte, danke dir engelbert.

liebe grĂŒĂŸe
marie, die wanderin
by wanderin @20.04.2006, 08:00

Wie wahr, wie wahr.

Ein sehr philosophisches Kalenderblatt, traurig, gedankenverloren und doch fröhlich.

Einen sonnigen Gruß aus Erzhausen

by @20.04.2006, 07:55

sehr schönes kalenderblatt heute,vielen dank engelbert.
lg leonilla
by leonilla @20.04.2006, 07:12

Guten Morgen alle zusammen,

das Leben und der Tod gehören zusammen. Trotzdem habe ich (noch) Angst vor dem Tod und erwarte etwas vom Restleben. Mann ist Handwerker und arbeitet auf einem Friedhof. Arbeitet man dort, dann wird "anders" gelebt, weil man tĂ€glich dort zutun hat. Dort sĂ­eht man alles anders - auch den Tod. Allerdings nur mit dem Mund und wenn jemand zuhört; ansonsten gibt es dort genauso viel Betretenheit, wenn einer dort aus den Reihen stirbt wie ĂŒberall. Vor den Kulissen ist dort eine rauhe Wirklichkeit, hinter den Kulissen eine liebenswerte Gemeinschaft der Lebenden.

Gestern erfuhr ich, dass der Kollege morgens nicht mehr kommt, der ein Leben lang dort gearbeitet hat und als Rentner den Arbeitskollegen im technischen Betrieb jede Woche die Eier brachte. Er ist zusammengebrochen und bringt keine Eier mehr. Jeden Donnerstag konnte ich meine 10 Eier schon um 6 Uhr mitnehmen. Sie waren tagesfrisch und kosteten 1,60 Euro. Ich hoffe, dass sich der Kollege wieder erholt, tot ist man immer, lebend nur eine Zeit. Den Tod spĂŒrt man, wenn man damit in BerĂŒhrung kommt, auch im entferntesten Sinne.

Freuen wir uns ĂŒber den FrĂŒhling, das neue Leben und bemĂŒhen wir uns um das Leben, welches es noch zu erhalten gibt. Über Tod und Seele könnte ich viel erzĂ€hlen, weil viele meiner Menschen nicht mehr da sind, aber das tut jetzt nicht gut, die Natur fĂ€ngt an zu blĂŒhen.
by Inge aus HH @20.04.2006, 06:58

Ein Gedicht von Anne Steinwart, das mir sehr gut gefÀllt :*Das Sterben*:

http://home.arcor.de/cephei/sterben.html

Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren der Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir ungefragt gehen mĂŒssen.

Leben ist Bewegung. Leben ist VerÀnderung.
Eine unberechenbare GrĂ¶ĂŸe von unbekannter Dauer....
Und das ist gut so....
Nutzen wir unsere Chancen!
Auch Heute....:-)
by Tina @20.04.2006, 06:32

Dieses heutige Kalenderblatt ist ganz besonders fĂŒr mich bestimmt, denn der gestrige Tag hatte es in sich. Morgens eine Untersuchung der besonderen Art: anhand von 3 KörperflĂŒssigkeiten habe ich testen lassen, wie alt mein biom.....? Alter ist. Ich bin 48 und hatte es auf 82 geschĂ€tzt, weit gefehlt, wie ich vorab erfahren konnte, es liegt bei mehr als 100 Jahren. Upps.
Gegen Abend einen Nordic-Walking Lauftreff besucht (obwohl ich kurz vorher doch noch abspringen wollte), 1 Stunde lang durch den Wald getobt, und ich, ich konnte mithalten. (Freude ĂŒber Freude)
Danach zuhause Telefonat mit meiner Mutter, die gerade den Notarzt fĂŒr meinen fast 90-jĂ€hrigen Vater kommen lassen musste - er war nicht mehr ansprechbar. Ich weiß jetzt, dass er einen Schlaganfall hatte und werde heute hinreisen. Bittere Erkenntnis, Freude, Schmerz, alles liegt ganz nah beieinander.
by Doris @20.04.2006, 03:42

Dies ist mein absolutes Lieblingsgedicht, der letzte Vers ist in den Grabstein beim letzten Ruheplatz meiner Eltern geritzt. Möge er dir, Gabi und Otto ein wenig Trost geben!

Die BlÀtter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne GĂ€rten,
sie fallen in verneinender GebÀrde.

Und in den NÀchten fÀllt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fÀllt,
und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen HÀnden hÀlt.

Rainer Maria Rilke

Ich glaube daran!

Alles Gute

Tirilli
by tirilli @20.04.2006, 02:36

(((Gabi)))

Es gibt ein Leid, das fremden Trost nicht duldet.
Und einen Schmerz, den sanft nur heilet die Zeit.

***************************************

Wenn Ihr mich sucht,
sucht mich in Euren Herzen,
wenn Ihr mich dort findet,
dann lebe ich in Euch weiter.
by Carola (FĂŒrth) @20.04.2006, 01:39

Ein sehr nachdenklich machendes Kalenderblatt ...

Otto, deine Oma sieht sehr lieb und freundlich aus mit ihren schneeweissen Haaren. Es ist immer zu frĂŒh .. es ist auch noch mit 90 oder 100 Jahren zu frĂŒh.

Meine Lieblingsoma wurde nur 56 ... sie starb ganz unerwartet, nach kurzer Krankheit an einem Gehirnschlag. Viele Familienmitglieder hab ich schon verloren.

Engelbert, mich hat gestern dein Eintrag im Tagebuch ĂŒberhaupt nicht gefreut. Ich fand es gar nicht gut, was du an deinem Geburtstag ĂŒber "das Löffel abgeben" geschrieben hast. Und obwohl ich ich sonst so oft ĂŒber Silverfuxx trockenen Humor schmunzeln muss .. euren Witz mit dem Steinmetz fand ich nicht komisch. Sorry, bin auf dem Gebiet wohl einfach zu empfindlich, ich weiss. Ich mag sowas nicht hören, nichtmal im Spass.

Ich hatte erst vor wenigen Tagen wieder eine kleine hitzige Diskussion mit meinem Sohn ĂŒber das Thema. Ich glaube schon, dass es weitergeht ... hinter dem Horizont .. irgendwo und irgendwie. Ich glaub an Gott, trotzdem macht mir der Tod Angst und ich kann nicht akzeptieren, dass er zum Leben gehört. DafĂŒr ist es zu schön, trotz aller Widrigkeiten und Ärgernisse des Alltags. Und trotz allem Kummer den es uns oft bringt.

Und darum soll man sich auch gar nicht immer so oft streiten und zanken. Oder ĂŒber irgendwelche, oft harmlose Dinge aufregen. Denn jeder Tag kann der letzte sein. Wenn ein Mensch oder Tier unsere Welt verlassen hat, werden sie nie mehr zu uns zurĂŒckkehren, so sehr wir uns das auch wĂŒnschen. Sie bleiben zwar fĂŒr immer in unseren Herzen, doch trotzdem sind wir dann allein.

Von meiner Mama kenn ich den alten Spruch: "schenkt euch Blumen wÀhrend des Lebens - denn auf den GrÀbern da sind sie vergebens " und das tu ich auch immer.

Liebe GrĂŒsse an euch alle hier, habt einen schönen Tag :-) bei uns in Franken war heut richtig schönes FrĂŒhlingswetter !
by Carola (FĂŒrth) @20.04.2006, 01:17

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen BlÀttern eines.
Das eine Blatt man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.

Doch dieses eine Blatt allein
war Teil von unserem Leben.
Drum wird dies eine Blatt allein
uns immer wieder fehlen.

---

Lieber Otto,

ich habe dieses Gedicht vor einiger Zeit in Maris Blog gelesen und es nicht vergessen. Ostermontag habe ich meinen Vater verloren. Ich bin ja nicht so die Lyrikerin und Romantikerin, aber diese beiden Strophen des Gedichts drĂŒcken sehr viel von dem aus, was ich empfinde. Vielleicht wirst auch Du in bestimmten Worten einen gewissen Trost finden.

Ich denke noch viel mehr ĂŒber das Leben und den Tod, einen großen Teil davon haben meine VorrednerInnen bereits treffend gesagt.
by @20.04.2006, 00:50

so mĂŒssen wir wohl Stufe um Stufe erklimmen ... durch die Jahreszeiten gehen, durch Freude und Leid, durch Leben und Tod, inmitten unserer TrĂ€ume, die vielleicht reeller als die RealitĂ€t sind

LG besonders an Otto und seine Familie von Eva
by @20.04.2006, 00:38

wenn die kerze verlischt, bleibt die dunkelheit.
und in der dunkelheit bleibt die erinnerung an das licht.

(gelesen auf einer trauerkarte, verfasser mir nicht bekannt).

ich wĂŒnsche allen trauernden die kraft ihren schmerz zu ertragen und zuversichtlich auf ein neues licht zu schauen, welches das alte nicht ersetzt aber neben ihm besteht.
by birgit w. @20.04.2006, 00:27

Lieber Otto,

natĂŒrlich tut es weh, wenn ein Mensch, den man gerne mochte, plötzlich nicht mehr da ist. Aber, es ist unser Lebensweg. Es ist ein Kommen und Gehen.
Oma hat ein erfĂŒlltes Leben hinter sich und sie durfte eine so lange Zeit bei Euch sein. Da MUSS man auch einfach dankbar sein!

WIR sind alle nur ein SANDKORN in dieser Welt!

Ein Sandkorn nur, ein kleines,
das leicht im Wind verweht -
Ein Sandkorn nur, ein feines,
das irgendwann vergeht,
bist du, sind wir, bin ich
auf dieser, uns’rer Welt -
ganz gewiss und sicherlich
ist uns’re Zeit gezĂ€hlt.
Verweht ein Sandkorn leise
schwebt uns ein and’res zu
auf sanfte, stille Weise
kommt es, wie ich und du.
Stets gibt es einen Anfang,
und irgendwann den Schluss,
So wird es immer bleiben,
weil es so bleiben muss!

(c) Renate Harig

Lieber Otto, jetzt habe ich ganz fest an Deine Oma gedacht!

Gruss RENATE
by @20.04.2006, 00:27

Lieber Otto,
soll man dir ein "Beileid" oder ein "Schön, dass ihr solange mit ihr leben durftet" aussprechen?

Alles ist vergÀnglich, Leben und Tod liegen so eng beieinander...
Auf Freud folgt Leid...

...und manchmal
blickt das Lachen
in die Welt
und beginnt
zu weinen...
(c) Otto Lenk

(ich weiß nicht, ob ich das hier so schreiben darf, falls nicht, kannst du es ja löschen....)

Lieber Engelbert ,
treffender und passender hĂ€tte dein heutiges Kb fĂŒr mich nicht sein können.
Inmitten unserer TrÀume holt uns die RealitÀt ein...
Danke...
by @20.04.2006, 00:18

Es ist wunderbar, daß diese liebe Oma 86 J. alt werden durfte, nicht Jedem ist das vergönnt! Sicher hat sie, so liebevoll und nett, wie sie aussieht, viel Freude in das Leben ihrer Mitmenschen gebracht, die das hoffentlich auch zu schĂ€tzen gewußt haben!!! Als meine Oma mit 90 verstorben ist, war unsere Tochter knapp 4 J. alt und wir alle liebten unsere seelensgute Oma. Unsere kl. Tochter meinte damals " stimmts, die Oma bekommt im Himmel das schönste Kleid, was sie haben...." und bestimmt haben die da oben noch so ein schönes Kleid fĂŒr diese liebe Oma ĂŒbrig.... Noch was fĂ€llt mir dazu ein : ich kenne jemand, der verabschiedet sich, wenn er fort geht immer so, als wĂŒrde er uns nicht mehr wieder sehen - Nachdenkliche Gute Nacht GrĂŒĂŸe von der Marita aus Sachsen.
by Marita aus Sachsen @20.04.2006, 00:07

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