Kommentare zu «kb20170705»

Total schöner Text!
Gerade, wo meine Großeltern diese Welt verlassen, kommen plötzlich solche Erinnerungen an die OberflĂ€che und machen das Leben reich. Jetzt ist man selbst dran, seinen Kindern diese Erfahrungen zu ermöglichen. Im heute, im jetzt und diese magischen Orte gibt es immer noch, man muss sie nur sorgfĂ€ltig suchen.
Der letzte Absatz ist zeitlos! Die Frage ist, ob wir bereit sind, Herren unserer Zeit zu sein. "Momo" ist nicht nur ein Kinderbuch....
by Annka @06.07.2017, 22:42

ich war kein so glĂŒckliches kind, habe keine solchen erinnerungen, aber ich weiß doch, damals wie auch heute in Ă€rmeren östlichen gegenden, da wohnen weniger menschen, sehr viel weniger, sodass mit der sense gemĂ€ht werden kann, was die wenigen menschen zum essen brauchen, wie groß ist die bevölkerung gewachsen im vergleich zu damals?????, man kann doch nicht das damals mit dem heute vergleichen, dann bitte, jeder hat ein bisschen die wahl, verschenke die waschmaschine, den pc, das handy, die elektroheizung, die regendichte kleidung, meide den supermarkt etc...., kann jeder machen und dann ist die vergangenheit schon nĂ€her da,
vergesse ich nicht: ein besuch kam aus der damaligen DDR und sagte, habt ihr hier heidelbeeren? die haben mir immer so gut geschmeckt in der kindheit, mit milch und zucker, ja, sagten wir, jetzt ist die zeit, wir können in den wald gehen und pflĂŒcken, habe ich auch gemacht, die milch dazu und den zucker........, hier bitte schön, das schmeckt aber nicht so wie in meiner kindheit, ja sorry, die kindheit dazu konnten wir ihm nicht bieten, so sorry,
die erinnerungen sind kostbar, ohne frage, aber wir sind gewachsen und alles mit uns, wieder zurĂŒckwĂŒnschen in diese zeit, das bringt wohl nix???????
by rosiE @06.07.2017, 14:22

Danke, @Buck und Engelbert fĂŒr die Erinnerungen - manches habe ich Ă€hnlich erlebt.
Mit dem Mittags-LĂ€uten bzw. dem Abend-LĂ€uten waren die Spielzeiten beendet und es ging im Laufschritt nach Hause. NatĂŒrlich waren die freien Zeiten in den Ferien lĂ€nger als zu Schulzeiten...
Die "Wohnungen" an den StĂ€mmen der großen Buchen, Eichen oder Fichten waren anders angelegt als die BaumhĂ€user der Jungs. Und manches Spiel war eigentlich verboten (z.B. zwischen den aufgestapelten Brettern der Drechslerei) - aber es hat trotz Donnerwetter doch Freude gemacht!
Die Eltern waren froh, wenn wir statt waghalsiger (durchaus lebensgefÀhrlicher) Spiele mit zu Nachbars gingen und uns die Fernsehsendung ansahen...
Ach ja, wenn wir zu zweit oder zu dritt vor die HaustĂŒr gingen, waren da meistens bereits vier bis sechs Kinder aus der unmittelbaren Nachbarschaft...
Es liegt nicht an den Kindern, dass sie heut nicht so viele Freunde vor der HaustĂŒr finden! Wenn ich mir heute unsre unmittelbare Nachbarschaft ansehe, sind da vier Kinder - fĂŒnf, elf, zwölf und 13 Jahre alt - die spielen selten miteinander!
Vor ca. 30 - 40 Jahren waren in dem gleichen Gebiet 15 bis 20 Kinder unterwegs, das war durchaus deutlich zu hören! Und es löste nicht nur Begeisterung bei den Senioren aus, wenn sich die Truppe in die Haare geriet.
Wenn mein Enkelkind mit seinem Freund spielen will, ist dazu Fahrdienst und Absprache unter den Eltern nötig. Sie gehen in die gleiche Klasse, wohnen aber ca. 25 km von einander entfernt - und öffentliche Verkehrsmittel sind nicht fĂŒr die Freizeit geplant! Da ist man wirklich manchmal froh, dass da so ein "nintendo" da ist, der dem Einzelkind die Zeit vertreibt.
Ehrlich - allein mit der Großmutter Indianer zu spielen fetzt mit fast zwölf Jahren nicht mehr! Und ich lasse mich nicht an den Marterpfahl binden!!!!
Also gehen wir gemĂ€chlich durch den Wald - wenn er Lust hat und ich fit genug bin. Manchmal bleiben wir daheim, spielen "VerrĂŒcktes Labyrinth" oder wir wĂŒrfeln miteinander, wir suchen die Legokiste unsres Sohnes hervor und bauen Fahrzeuge nach - und manchmal sag ich einfach: Stell dir den Wecker und schalt dir den Computer ein.
Ich hĂ€tte keine Ruhe, wenn ich ihn allein in den kleinen Wald hinter die Bahngleise schicken wĂŒrde ...
by Gerlinde @05.07.2017, 23:39

*Anschaulich und wohlwollend gelesen, mit angenehmen GefĂŒhl, vieles genau od. so Ă€hnlich erlebt; ganz nette Erinnerungen an unsÂŽre StreifzĂŒge durch den Wald und beim Bach unten, und das heute an meinem Geburtstag -
.. könnte nicht schöner sein ;
by gerda @05.07.2017, 20:23

Ich bin mit diesem Text auch in meine Kindheit eingetaucht. Wir wohnten mitten in einem kleinen WĂ€ldchen, und eigentlich durfte ich nicht in den grĂ¶ĂŸeren Wald, aber daran habe ich mich nicht gehalten. So war ich auch oft in dem Wald, jenseits des Fahr- bzw. Pferdeweges, eines Sandweges auf dem, wenn es hoch kam, vielleicht alle zwei Tage mal ein Auto fuhr. Heute ist er zu einer gefĂ€hrlichen Rennstrecke geworden. Ich habe das Licht im Wald richtig vor mir gesehen und muss in letzter Zeit hĂ€ufig daran denken. Es war eine schöne Zeit, die ich allen Kindern heute nur wĂŒnschen kann. Vielen Dank fĂŒr den Text an Burkhard Jysch und Engelbert
by Petra-Marie @05.07.2017, 19:16

So schön geschrieben. Nun sitze ich hier mit TrĂ€nen in den Augen. Mir geht es wie Karin sc: ich mĂŒsste meine Erinnerungen mal fĂŒr die Enkel aufschreiben.
Ich war damals die Kleine die hinter den Großen mit den lĂ€ngeren Beinen herlief, wenn die Großen zum Feuerlöschteich liegen um die (schwarz-gelben) Salamander zu holen und spĂ€ter wieder zurĂŒckbrachte. Wir gingen jedes Wochenende mit den Eltern in den WĂ€ldern spazieren.
Wenn wir Kinder tagsĂŒber stundenlang unterwegs waren, stand abends fĂŒr meine Schwester und mich ein Teller bereit mit Schwarzbrot mit Butteraufstrich und Tomatenscheiben darauf. Mit ZwiebelwĂŒrfeln. ...die Tomaten schmeckten damals noch sooo gut.

Vielen Dank fĂŒr diese wunderbare wahre Geschichte die so schöne Erinnerungen auslöste. Ganz toll geschrieben.
Danke auch an Engelbert.
by ixi @05.07.2017, 18:59

Oh ja, so Ă€hnlich war meine Kindheit. Wir waren den ganzen Tag draußen und unterwegs in den Wiesen und kleinen WĂ€ldern rund ums Dorf. Oftmals denke ich, das mĂŒĂŸte ich aufschreiben. Schon meine Tochter kannte das nicht so.
by KarinSc @05.07.2017, 18:04

Ich kann mich total hineinversetzen in diese Erlebnisgeschichte. Auch wenn ich als MĂ€dchen nicht mit so tollen Freunden auf Erlebnisjagd gehen konnte.... ich habe wunderschöne Dinge erlebt, weil wir bei einem Bauern wohnten, mein Vater einen Schrebergarten bewirtschafte und wir am Wochenende in den Wald spazieren gingen. Ja, es war alles live, alles zum Anfassen, alles zum Horchen und Riechen. Danke, lieber Buck, fĂŒr einen Ausflug in die Kindheit. Ich habe als Kind immer versucht, in meinem Kopf die MĂ€rchen nachzuspielen. Meine Oma war schon tot, aber ich wollte immer gern das RotkĂ€ppchen sein, das sie mit Wein und Kuchen besucht, der Wolf wĂ€re niemals mein Feind gewesen. Und mit der Hexe am Hexenhaus hĂ€tte ich auch keinen Ärger bekommen, ich hĂ€tte mich gut mit ihr verstanden, mit ihr gebacken und das Haus mit vielen PlĂ€tzchen weiter verschönt. Und immer dabei am Zucker geschleckt... Als Schneewittchen hĂ€tte ich gern bei den Sieben Zwergen gewohnt, aber ich hatte ja keine schwarzen, sondern blonde Haare. Und bei Frau Holle wĂ€re ich gern die Goldmarie gewesen.....
by Xenophora @05.07.2017, 17:59

FĂŒr das Nachempfinden meines Textes und die Kommentare dazu herzlichen Dank! An Engelbert fĂŒrs Veröffentlichen ebenso. Manchmal sind es schmerzhafte Erinnerungen, da ich soeben vom Besuch dieser WĂ€lder zurĂŒck bin, und am Horizont den Windradpark sehen musste, und das endlose GrĂŒn vom Mais.
by buck @05.07.2017, 16:00

Ja, da kommen Erinnerungen hoch an die eigenen Ferien der Kinderzeit......
by Ellen @05.07.2017, 15:59

Eine schöne Erinnerungssgeschichte von Burkhard Jysch. Vielen Dank dafĂŒr.
by GiselaL. @05.07.2017, 15:47

Oh ja, solche IndianerwÀlder kenne ich auch. Wir mussten unsere SchÀtze vergraben und uns schleichend vor den "Feinden" verstecken. So mancher landete bei derlei Aktionen im Teich.
Mein Paradies der Kindheit existiert nicht mehr, dort entstanden ein Wellnessbad und eine großzĂŒgig im Wald hergerichtete Freizeitbelustigungsanlage fĂŒr Jung und Alt.

@Buck
Deine ErzĂ€hlweise katapultierte mich mit allem Drum und Dran zurĂŒck in meine teilweise sehr schöne Kindheit. Vielen Dank fĂŒr diese Zeitreise.
by Elke R. @05.07.2017, 14:39

Schöner Text, der entschleunigt, zum Nachdenken anregt, Erinnerungen wachruft...
Danke, @ Burkhard Jysch!
by lamarmotte @05.07.2017, 13:57

wenn ich so lange texte lesen will nehme ich ein buch in die hand.
by gerhard aus bayern @05.07.2017, 13:06

Wunderbar! Lebendig! Löst eigene Erinnerungen aus.
Habe es mir zur Aufgabe gemacht, diese meine Erinnerungen aufzuschreiben. Auch von GebrauchsgegenstĂ€nden, die es heute nicht mehr gibt. StĂŒck fĂŒr StĂŒck. Meinen Vater (93) und einen guten Freund konnte ich animieren, dies ebenfalls zu tun. Die (erwachsenen) Kinder, Enkel und Urenkel lieben diese Geschichten.
by cordia @05.07.2017, 12:51

So eine wunderschöne Geschichte, die mich ein bißchen an die eigene Kindheit und Jugendzeit erinnert.
Auch wird haben in der NĂ€he eines großen Waldes gewohnt, durch den ich sehr gerne, meistens allein, gegangen bin.
Trotzdem bin ich als Stadtkind aufgewachsen und habe erst in ganz spÀten Jahren, seitdem ich einen Hund mein eigen nennen kann, die Liebe zur Natur wiederentdeckt.
Danke, Burkhard Jysch, fĂŒr Deine wundervolle Kindheitserinnerung. Ich habe sie mit Begeisterung und einem Kloß im Hals gelesen.
by Juttinchen @05.07.2017, 11:14

Ich mag die Texte von Burkhard Jysch. Wenn ich sie lese, entstehen sofort Bilder/GerĂŒche e.t.c. in meinem Kopf und mit vielem kann ich mich identifizieren. Oft empfinde ich, dass seine Schilderungen aus der Vergangenheit auch mein Leben als Kind/Jugendliche "beschreiben".
Im konkreten Fall tut es mir fĂŒr die heutigen Kinder und Jugendlichen oft Leid, dass sie dieses "wilde" Draußensein mit ganzen "Banden" nicht mehr erleben und die Faszination der Natur und Magie handgemachter Musik sie nicht mehr in ihrem ursprĂŒnglichen Stil erreicht!
Danke Engelbert fĂŒrs Vorstellen und Burkhard fĂŒrs Lesen dĂŒrfen...;))
by Anne @05.07.2017, 09:39

Man könnte dieser interessanten Geschichte in perfekt gesetzten SÀtzen von
Burkgard Jysch den Titel "Es war einmal..." geben. Auch ich empfinde immer
großes Bedauern, wenn ich den Tagesablauf der heutigen Kindergeneration
verfolge. Und ich habe reichlich Gelegenheit, denn es geht aktuell bis zu den
Enkelkindern. Laptop, I-pod usw. haben absoluten Vorrang - Phanthasie und
GesprÀche bleiben auf der Strecke - leider.
Und beim wiederholten Lesen dieser wunderbaren Zeilen von B.J. kommen
Spiele aus der eigenen Kindheit ganz nah, die es auch heutzutage nie mehr
geben wird. Schade.
by Inge-Lore @05.07.2017, 08:59

Danke lieber Burkhard fĂŒr die Erinnerungsbilder an meine eigene Kindheit.Im Wald war mein zuhause und Tiere meine SpielgefĂ€hrten.
Immer noch besteht die Möglichkeit die Zeit stilllstehen zu lassen, sie ist nur einen Gedanken weit weg, diese Welt unserer Kindheit.
by Helga F. @05.07.2017, 08:00

Danke Burkhard und Engelbert!
Habe mir diese Geschichte gespeichert und mit einem Bild versehen.
Das Eintauchen in eine Welt voll wunderbarer Entdeckungen, voll vom Zauber der Gegenwart der Natur, die, zurĂŒckgedrĂ€ngt durch die "moderne Zeit" (alles schnell, flĂŒchtig, oberflĂ€chlich...) weiterhin in unseren Herzen nach uns ruft. Obwohl der Mensch vieles der Natur, letztendlich sich selber nahm, zeigt sie sich uns immer noch, zwar anders als frĂŒher, jedoch unverwĂŒstlich in Vielem.
Sehr, sehr berĂŒhrend empfinde ich diese Geschichte ĂŒber die "IndianerwĂ€lder" und die Fantasie, Erinnerungen, Wachstumsmöglichkeiten in die sie nicht nur Kinder eintauchen lĂ€sst.
by Carina @05.07.2017, 07:21

... das muss ich mir heute Abend mal in Ruhe zu GemĂŒte fĂŒhren...
bin gespannt - jetzt fordert der Tag mit seinen Aufgaben meinen Einsatz...
by Ursel @05.07.2017, 07:11

Nicht nur ganz viele Bilder und kleine Filmszenen entstehen hier ... ein besonderer Geruch, ein Duft ... ich kenne das auch .. wer weiss die Antwort auf all die Fragen .. warum sind es oft soviel kĂŒrzere BĂ€ume, bis zum Absprung an der Spitze, wenn der kalte, starke Wind dazu zwingt ...
ja, es (be)rĂŒhrt mich heute sehr... wunderbar einfach nur, deine wahre ErzĂ€hlung, vom ersten bis zum letzten Satz. Danke lieber "Indianer" Buck ! *smile
by Carola (FĂŒrth) @05.07.2017, 02:55

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