Kommentare zu «kunst221117»

da meine Worte betreffend "scheinheilig" und "fast gruselig falsch" zitiert wurden, muss ich erwähnen, wie mit der indigenen Bevölkerung unter der spanischen Obrigkeit verfahren wurden.

Auch wenn sich in diesem Vorgang viele Einheimische zum christlichen Glauben hin gewendet haben, ist das nach vielen Jahrhunderten nicht nachvollziehbar unter welchen Voraussetzungen das geschehen ist.
Tatsache ist, die Einheimischen wurden total unter den christlichen Herrschenden unterdr√ľckt!

Hier wurde bewusst das Sonnenheiligtum der Azteken verwendet, wie in Europa der fr√ľheren Jahrhunderte die Feiertage der unchristlichen Bev√∂lkerung in die christliche Zeit √ľbertragen wurde.

Die Scheinheiligkeit der Kirche zeigt sich derzeitig im Verhalten des Papstes gegen√ľber den deutschen Bisch√∂fen.

Bei diesem Bild geht es nur darum, Gl√§ubige zu sammeln und sie damit in die Unterdr√ľckung der kirchlichen Institution zu bringen.

Ich selbst habe zwei Missionen in Kalifornien besucht. Erst da wurde mir bewusst, wie man damals agierte. Unter der christlichen √Ągide wurde die Bev√∂lkerung unterdr√ľckt. Das Gold der Azteken wurde durch die christlichen Spanier geraubt.
Tatsache ist, die indigene Bevölkerung hängt ihrem vorchristlichen Glauben weiterhin an.

All diese Vorgänge sind scheinheilig und gruselig in Bezug der Menschen zu sehen.
Vorgänge betreffend Erscheinungen sind offen und keinesfalls heute nachweisbar.
by ReginaE @18.11.2022, 21:22

Heute habe ich mich mit meinem Kommentar bewusst zur√ľckgehalten. Das Bild, dessen Maler mir unbekannt ist und √ľber den ich auch keinen nennenswerten Interneteintrag gefunden habe, ist eine Nachahmung des Gnadenbildes, das seit mehr als 500 Jahren existent ist und im gr√∂√üten katholischen Wallfahrtszentrum der Welt in Guadelupe in der dortigen Basilika zur Verehrung ausgestellt wird. Was der Maler in den vier Gem√§ldeecken um die Sichelmadonna dargestellt hat, ist die bildhafte Erz√§hlung der Marienerscheinung, die einem armen, unbedeutenden Indio im Jahr 1531 zuteil wurde. Wer sich f√ľr diese legendenhafte Erz√§hlung interessiert, wird sie mit Leichtigkeit googeln k√∂nnen. Sie hier zu beschreiben, ginge dann tats√§chlich mehr in Richtung Glauben und Religion statt in Richtung Kunst. Wir haben heute schlie√ülich ja nicht Sonntag.....

Die Strahlen, die hinter der Madonna zu sehen sind, symbolisieren das Sonnenheiligtum der Azteken, das an jenem Ort der Marienerscheinung damals verehrt wurde, wo man später dann die Kapelle erbaute, aus der sich die heutige Basilika entwickeln sollte. Dieser Strahlenkranz ist also eine Hommage zu Ehren der alten mexikanischen Glaubenskultur. Wegen dieses Madonnenbildnisses, das unser heutiger Maler als Nachahmung auf die Leinwand brachte, haben sich im 16. Jhdt. ca. 9 Millionen Indios innerhalb von 10 Jahren zum Christentum bekehrt. In der ganzen Menschheitsgeschichte ist dies die größte Massenbekehrung in einem so kurzen Zeitraum gewesen.

Man kann dar√ľber streiten, ob das Original dieses Marienbildes ein echter Gottesbeweis ist oder nicht. Das obliegt der ganz individuellen Betrachtungsweise. Selbst wissenschaftliche Untersuchungen des Originals sind sich in der endg√ľltigen Beurteilung nicht sicher. Es aber als "scheinheilig" und "fast gruselig falsch" darzustellen, empfinde ich als unangemessen und blasphemisch. Unter k√ľnstlerischen Aspekten mag es durchaus kitschig wirken, aber 20 Millionen Pilger, die j√§hrlich vor ihm beten und bitten, empfinden dies sicherlich nicht so.
by Inge @17.11.2022, 18:14

tut mir leid mit diesem Bild kann ich gerade nichts anfangen, das Gesicht der Madonna ist so grau und ernst, schaut so besorgt, vielleicht waren die 4 Erscheinungen so ernst. Könnte ja google, aber es spricht mich nicht an und so lasse ich es mit meiner Neugierde.
by Lieschen @17.11.2022, 17:03

Heute fr√ľh dachte ich hier eine Bild zu sehen, wie es auf gro√üe viereckige Lebkuchen kommen kann.

Der K√ľnstler malte das was damals wichtig war und Einkommen versprach, Heiligenbilder, Altarbilder u.√§.. Ich kann es ihm nicht verdenken. Daraus kann man erkennen, die Gl√§ubigkeit anderer verspricht nicht nur den kirchlichen Institutionen Geld, auch anderen.

Anstatt kirchliche W√ľrdentr√§ger, die eh meist Geld haben, zu verewigen, wird in diesem Fall eine Zeiterscheinung dargestellt. Ob das nun wirklich stimmt, sei dahin gestellt, auch wenn kirchliche Quellen das Gegenteil aussagen. Jedenfalls war es √ľberaus hilfreich die "ungl√§ubigen" Ureinwohner umzustimmen.

Anl√§sslich solcher Bilder kommen mir immer wieder die Eroberung der Spanier von Mittel- und S√ľdamerika ins Ged√§chtnis. In deren Nachfolge kamen Missionare, die die indigene Bev√∂lkerung zur Arbeit und dienen anhielt. Ein gutes Beispiel f√ľr Werbung zum neuen Glauben und Knechtschaft zur Obrigkeit.

F√ľr mich sind solche Bilder scheinheilig und fast gruselig falsch.
by ReginaE @17.11.2022, 15:17

@Birgit, mir geht es ähnlich wie dir. Ich finde auch das grau der Gesichter sehr kalt und grundsätzlich sind solche Madonnenbilder nicht so meins.
by Karin v.N. @17.11.2022, 13:03

Ich finde das Bild ansprechend. Eine schöne Darstellung eines Mexikaners. Ich weiß es nicht genau, meine mich aber zu erinnern das die "Jungfrau von Guadalupe" besondere Verehrung genießt.
Vielleicht klärt @Inge uns noch auf:))
by philomena @17.11.2022, 13:03

Mir gefällt dieses Bild sehr gut. Die Strahlen empfinde ich als etwas besonderes. Das Gesicht in schwarz-weiß hat einen sehr nachdenklichen, vielleicht auch traurigen Ausdruck. Die 4 Erscheinungen sind wunderbar eingebettet.
by sylvi @17.11.2022, 11:28

Defne ist heute der Grinch :D Auf jeden Fall hast du es geschafft, dass ich ALLE Bilder dieses Jahres ge√∂ffnet habe und bisher KEIN einziges Bild sakraler Kunst gefunden habe. Es geh√∂rt also uinbedingt in die von dir gew√ľnschte Vielfalt und hat jetzt √ľberhaupt nichts mit Sonntag zu tun.

Im Gegensatz zu B√§renmami empfinde ich die Darstellung weit weg von fotografisch, ich w√ľrde eher sagen "zuviel photoshop" - keine Gesichtsz√ľge, keine Mimik, krankhaft grauer Teint. Aber so sind die Empfindungen, die dieses Bild ausl√∂st, halt unterschiedlich.
by Birgit W. @17.11.2022, 10:24

ganz ehrlich: nein, das bild mag ich nicht, der strahlenkranz um die muttergottes ist wie wenn es schwerter w√§ren. hart, spitz, gef√§hrlich, abweisend. das h√§lt einen ab, sich maria zu n√§hern. die kinder w√ľrden sich vielleicht auch erschrecken, wenn ihnen maria so erschiene, mit diesen "messern" an der seite.
by christine b @17.11.2022, 10:01

@Defne
Ich bin zwiegespalten. Einerseits paßt dieses Bild tatsächlich eher zum Wort des Sonntags.
Andererseits gibt es aus dem spanischen/ spanischsprechenden Raum √ľber lange Zeit tats√§chlich sehr viel mehr um nicht zu sagen fast ausschlie√ülich kirchliche Kunst. (Der Rest waren dann Adelsportr√§ts) und ich schaue gerne √ľber den Tellerrand.
Die kirchliche Kunst auszuschlie√üen w√§re also eine starke Begrenzung. Und Engelbert hat ja durchaus ein ‚Äěgut gemischtes‚Äú Kunstangebot f√ľr uns. Nat√ľrlich liegt heute, an einem Donnerstag, das Augenmerk auf Kunst, im Gegensatz zum Sonntag. Allerdings ist eine Sonntagskirche f√ľr mich auch ausschlie√ülich ein ‚ÄěKunst‚Äúobjekt.

Außer dem vielen Gold fällt mir hier vor allem Das zarte Gesicht der Madonna auf und ihre Hände. Fast fotografisch dargestellt.
by Bärenmami @17.11.2022, 09:41

Bin ich in der verkehrten Rubrik gelandet, es ist doch Donnerstag und nicht Sonntag? Fr√ľher war die Kunst und die Schriften und die Musik oft religi√∂s, heute gibt es mehr Vielfalt.
Ich w√ľnsche mir mehr zeitgen√∂ssische Kunst und weniger Gegenst√§ndliches.
by Defne @17.11.2022, 08:38

Oh wie wundervoll !
Auch die vier Ecken wunderschön !!!
Ich bin wie @ Gisela L. sehr ber√ľhrt von so viel Sch√∂nheit.
Es wirkt sehr ehrf√ľrchtig.
by Katharina @17.11.2022, 00:32

Ein ber√ľhrendes Bild.
by Gisela L. @17.11.2022, 00:15

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