Kommentare zu «tt180815»

Als ich 1952 geboren wurde, war ich der Start zur "dritten Generation" in meinem Elternhaus. 10 Jahre lang lebten mein Gro├čvater (v├Ąterlicherseits), meine Eltern und wir drei Geschwister zusammen - in jeweils einer "halben Wohnung". Das war sch├Ân und anstrengend gleicherma├čen.

F├╝r ein paar Jahre (etwas mehr als f├╝nf) lebten die Eltern mit uns Kindern in einer "richtigen Wohnung". Dann holten meine Eltern die Gro├čmutter (m├╝tterl.) nach einem Schlaganfall zu uns - also waren wir f├╝r eine Weile wieder drei Generationen in einer Wohnung.

Nach unsrer Hochzeit lebten wir mit meinen Eltern und unseren Kindern in unserem Haus - und eine zeitlang kam ein Enkelkind dazu - also vier Genarationen im Haus :))

Augenblicklich sind wir wieder zwei Generationen, nach dem Renovieren der oberen Etage wird die Tochter mit ihrem Sohn hier einziehen - damit sind wir dann wieder drei Generationen im Haus.

Es geht nur, wenn das auch wirklich ALLE leben wollen, wenn nur Einer das nicht will, geht es einfach nicht!
"Spannende" Momente gibt es immer mal; mit Toleranz und Humor und viel Offenheit ist es aber sch├Ân, so als Familie zusammen zu sein.
by Gerlinde @15.08.2018, 21:08

@ ursi
ich kann Dir voll und ganz zustimmen. Genau so ist es und auch ich denke "seufz" ├╝ber die vielen alleine lebenden und - trotz der turbulenten Gro├čstadt ringsum - sehr einsamen Menschen.

In meiner Heimatstadt Wien ist es tats├Ąchlich so. Da k├╝mmert sich der Nachbar kaum mehr um sein Nebenan. Man begegnet einander misstrauisch weil einfach zu viel passiert und weil es den Menschen sowieso egal ist, sie haben gar kein Interesse an einem freundschaftlichen Miteinander.

Hier in der Steiermark auf dem Bauernhof sind wir seit ├╝ber 1 Jahr zu Hause und wollen gar nicht mehr weg. Es leben die noch voll t├Ątigen Bauersleute (66 und 69 Jahre), die Tochter mit Mann und 2 Buben (4 und 7 Jahre) sowie der Sohn mit seinem Buben (10 Jahre) hier vollkommen harmonisch miteinander. Alle sind t├╝chtig, sie sind f├╝reinander da, man sp├╝rt die Liebe die sie verbindet.
Wir wurden hier herzlich aufgenommen und nach dieser langen Zeit geh├Âren wir fast zur Familie dazu. Unser Leben hat einen ganz anderen Wert bekommen
by christie @15.08.2018, 19:30

In meiner Kindheit lebten meine Gro├čeltern, meine Eltern und ich in einem kleinen Haus mit kleiner Landwirtschaft. Die zweite Frau von Opa hat meine Eltern sehr schlecht behandelt. Mich liebte sie und somit hatte ich auch eine sch├Âne Kindheit. Als ich 7 Jahre alt waren zogen wir in einen Neubau.

Als ich heiratete bewohnte mein Mann und ich in diesem Haus den 1. Stock. Meine Eltern das EG. Leider ging es mit meinem Mann und meinem Vater nicht gut. Keiner konnte es dem anderen recht machen. Ich als Frau und Tochter stand immer dazwischen. Jeder beklagte sich bei mir. So ging das ├╝ber 20 Jahre.

Ich wurde schwer krank. Das war der Grund dass wir ein neues Haus bauten.

Mein Vater ist schon lange verstorben, meine liebe Mutter betreue ich t├Ąglich.

Nach diesen Erfahrungen m├Âchte ich nicht mit meiner Tochter zusammen leben.
Mit meiner Enkelin k├Ânnte ich mir das evtl. vorstellen.
by Christine @15.08.2018, 15:55

Einige Zeit - ca.2 1/2 Jahre haben wir dies mit unserem Sohn und seiner jungen Familie praktiziert. Solange es keine Probleme gibt, funktioniert das sehr gut und alle k├Ânnen voneinander lernen und profitieren.

Bei uns war das so, da├č mir die junge thail├Ąndische Schwiegertochter sehr im Haushalt geholfen hat - f├╝r mich begann es damals schwierig zu werden, und sie hatte ihre Freude daran, mir zu helfen, und au├čerdem war Haushalt f├╝r sie eine willkommene Ablenkung vom Heimweh und ├╝berhaupt eine geliebte Besch├Ąftigung.... vom Kochen bis zum Putzen und B├╝geln tat (und tut!) sie es gern. Im Gegenzug habe ich mit dem Baby geholfen - was f├╝r sie immer ein Quell von Angst und Schrecken war, weil sie es nie gelernt hatte und immer bef├╝rchtete, Fehler zu machen. Auch bei der gro├čen Tochter, die ohne Sprachkenntnisse nach Deutschland kam (8J├Ąhrig) half ich, und alles klappte gut.

Als es dann in der Ehe der Kinder schief lief wurde es stressig. Die Kinder "suchten Schutz" bei uns Gro├čeltern - aber wir wollten sie doch weder dem Vater noch der Mutter entfremden, wollten nicht Partei ergreifen. Das war bei den handfesten lauten Streitigkeiten nicht einfach und hat sehr an unseren Nerven gezerrt. Am Ende waren wir froh, als es zur Trennung kam und sowohl Kind als auch die Mutter mit den Kindern jeweils in eine eigene Wohnung zogen.

Mittlerweile haben wir zu allen wieder ein gutes Verh├Ąltnis - was ja von unserer Seite auch nie anders gewollt war - und auch die ehemaligen Ehepartner k├Ânnen wieder gut miteinander umgehen und den Kindesumgang gut miteinander bereden und organisieren.

Aus diesen Erfahrungen heraus bin ich bei dem Thema Drei-Generationen-Haus aber sehr vorsichtig geworden - es kann gut und sch├Ân sein.... aber auch die H├Âlle.
by Karen @15.08.2018, 14:37

2 Erlebnisse von mir pers├Ânlich:

In Ehezeiten wohnte ich mit meinem damaligen Ehemann (und sp├Ąter auch mit unserem Sohn) im gleichen Haus mit den Schwiegereltern und einer Tante. Wir hatten unsere eigene Wohnung und unsere eigene Haust├╝r.
Wir hatten auch eine Verbindungst├╝r die nicht abgeschlossen war. Diese wurde von der ├Ąlteren Generation ohne anzuklopfen sehr h├Ąufig genutzt. Leider war ich damals zu jung (unerfahren) als wir dort einzogen, so dass ich mich nicht getraut habe, das anzusprechen. Was mir wichtig ist hinzuzuf├╝gen, dass meine Schwiegerelternd und die Tante sehr gute und liebe Menschen waren.
Zum gemeinsamen Wohnen mehrerer Generationen in einem Haus geh├Ârt viel Toleranz und ab und zu auch ein offenes Wort und ein offenes Ohr von allen Parteien.

Jahre sp├Ąter hat mein Neffe seiner Oma -also meiner Mutter- angeboten, die Einliegerwohnung im Haus zu bewohnen.
Sie ist dort eingezogen. Was wir zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht wussten, dass unsere Mutter dement war. Wir haben unsere Mutter dann gemeinsam gepflegt das bedeutet wir hatten einen Familienpflegeplan in welchem jeder aus der Familie stand und sich um unsere Mutter abwechselnd k├╝mmerte. Wir wechselten uns also ab. Es war m├Âglich ├╝ber Probleme zu sprechen und wir haben es geschafft unsere Mutter bis zu ihrem Tod dort zu betreuen. Ich finde es heute noch toll, dass mein Neffe und seine Frau -die auch zwei Kinder haben- die Gro├čmutter ins Haus genommen haben. Besonders gut ist, dass wir uns in dieser Zeit weiterhin gut verstanden haben auch bis in die heutige Zeit hinein.
by ixi @15.08.2018, 13:26

Das k├Ânnte ich mir mit meiner Familie gut vorstellen (Mutter, Sohn, Enkelkinder, Tanten und Cousinen mit Anhang), nicht aber mit Fremden; auch nicht mit Freunden oder Freundinnen.
by Moni @15.08.2018, 11:29

So bin ich aufgewachsen, die Gro├čeltern mit ihren drei - dann erwachsenen - Kindern mit Familien in einem Haus. Das war die sch├Ânste Kindheit, die man haben konnte. Da ich selbst keine Geschwister hatte, hatte ich doch meine beiden j├╝ngeren Cousinen als Spielpartner.
Nach meiner Heirat dann wurde es bei uns im Haus meiner Schwiegereltern 30 Jahre weiter praktiziert! Ich sag nur, nie wieder! Ich kannte es ja ganz anders, sonst h├Ątte ich dem nie zugestimmt. War leider ein fataler Irrtum, unter dem letztendlich meine ganze Familie leiden musste.
by JuwelTop @15.08.2018, 11:24

K├Ânnte ich mir nicht so gut vorstellen. Kenne aber Familien wo es sehr gut geht und jeder dem anderen hilft. Sicher sind auch nicht immer alle einer Meinung aber man kann sich ja aussprechen.
by sylvi @15.08.2018, 10:36

einige Jahre als Kind in so einer Wohngemeinschaft gelebt, da empfindet man diese Enge nicht so, man bekam mal mit wenn "dicke Luft" war, dann lief man eben zur Freundin und bekam nichts mehr mit. Als Erwachsene wollte ich so nicht mehr leben, unter einem Dach, auch wenn man sich versteht wird es oft schwierig, lieber ein paar Stra├čen weiter mit der eignenen Familie leben und dann, wenn Not ist zu helfen hin gehen.
by Lieschen @15.08.2018, 10:23

Als Kind bin ich mit drei Generationen im Haus aufgewachsen. Wir lebten von und auf einem Bauernhof. Als Kind fand ich das toll, kannte es ja auch nicht anders. Heute, wo ich bald zur 3. Generation geh├Âre, m├Âchte ich das nicht mehr. Meine Privatsph├Ąre, Ruhe und Freiheit sind mir enorm wichtig. Ich bin nicht so ein sozialer Typ und Trubel in der Gro├čfamilie wird mir schnell zu viel. Auch als ich zur mittleren Generation geh├Ârte, war ich froh, meinen eigenen Haushalt zu haben aus den schon genannten Gr├╝nden und keine Eltern / Schwiegereltern so dicht bei mir zu haben, f├╝r die ich wohl immer noch das "Kind" w├Ąre, trotz eigener Kinder. Ich will meine eigenen Entscheidungen treffen, nicht immer R├╝cksicht auf irgend jemanden nehmen m├╝ssen, keine Verpflichtungen ├╝bernehmen m├╝ssen und nicht belehrt werden. Ich will kommen und gehen k├Ânnen wann ich will und bei niemandem Rechenschaft ablegen m├╝ssen.

All diese Dinge ├╝berwiegen die Tatsache, wie bereichernd das Leben in einer Gro├čfamilie unter einem Dach auch sein kann. Klingt ziemlich schroff und egoistisch, wei├č ich, aber so ist es nunmal mit der Wahrheit.
by Gabi @15.08.2018, 09:48

In meinen ersten Lebensjahren haben wir auch mit meiner Gro├čmutter und zwei Tanten in einem Haus gelebt. Dann haben wir selbst gebaut. Das Zusammenleben funktioniert nur, wenn man kompromissbereit ist und auch einmal zur├╝ckstecken kann. Ist nicht immer einfach, aber niemand darf in so einem Fall mit dem Kopf durch die Wand.
Sp├Ąter lebte mein dementer Vater ein Jahr lang bei uns, das war auch schwierig, aber wir haben durchgehalten.
by Mathilde @15.08.2018, 09:28

Meine Oma hat bei uns gewohnt, weil meine Eltern beide berufst├Ątig waren. Also bin ich in einem Drei-Generationen-Haushalt aufgewachsen.
In meinem Haus sind es NOCH zwei Generationen. Wir beide, Mann und ich, im EG, Sohnemann mit Bald-Schwiedgertochter im OG. Und vielleicht bald, irgendwann mal...die dritte Generation. W├Ąre sch├Ân.
by Lieserl @15.08.2018, 09:28

Oma, Eltern, mein Bruder und ich. Das war meine Jugend. Ich glaube mich zu erinnern, dass das ganz gut ging.
by Juttinchen @15.08.2018, 09:15

Ich kenne einige Wohnprojekte wo das sehr gut klappt. Da kann ich mir sofort vorstellen zu wohnen. Mit meinen Gro├čeltern + Eltern h├Ątte ich nicht zusammen wohnen m├Âgen. Das w├Ąre kein Zusammensein auf Augenh├Âhe gewesen.
Leider ist es in vielen Gro├čfamilien so. Da bin ich doch eher f├╝r Wahlverwandtschaften. Wenn meine Tochter hier wohnen w├╝rde k├Ânnte ich mir das auch vorstellen.
by MOnika Sauerland @15.08.2018, 08:02

3 Generationen unter einem Dach - das war meine Kindheit, Jugend. Es gab sicher immer mal Zoff - was normal ist. Im R├╝ckblick war es eine sch├Âne Zeit, auch wenn die Gro├čeltern ├╝ber 70 Jahre ├Ąler waren als ich, es fehlte sozusagen 1 Generation dazwischen und sie kamen in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts mit vielen Dingen nicht mehr klar. Daf├╝r lernten wir andere Dinge von ihnen.
Mein einer Bruder f├╝hrte dies dann fort, da er die elterliche Schreinerei ├╝bernahm.
Doch wir alle zogen weg, denn die Arbeit, die gegr├╝ndete Familie erforderte das.
by Lilo @15.08.2018, 07:21

Ja - das trifft bei uns zu! Situationsbedingt habe ich 1996 meine Tochter mit Familie
in unser Haus gebeten - und sie ist geblieben... Nat├╝rlich hat jeder sein eigenes Reich:
Ich wohne seitdem im Obergeschoss, die Tochter im Erdgeschoss und im Untergeschoss wurde Platz f├╝r die gro├čen Enkel geschaffen. Mit Akzeptanz, gegen-
seitigem guten Willen und Toleranz geht es gut - und ich habe diese Entscheidung nie bereut.
by Inge-Lore @15.08.2018, 07:20

K├Ânnte auch heute noch funktionieren, wenn sich alle mit dem n├Âtigen Respekt und Toleranz begegnen - und alle k├Ânnten voneinander profitieren....
by Anne @15.08.2018, 07:17

So bin ich gross geworden, Grosseltern, Eltern, Kinder.
W├Ąre eigentlich eine bessere L├Âsung, als die, die heute gepflegt wird.
Aber man kennt die Entwicklung und wie es heute dazu gekommen ist ;)
glg
by Brigida @15.08.2018, 07:07

Das kann ich mir in der heutigen Zeit kaum noch vorstellen. Fr├╝her gab es das sicher viel ├Âfter. Und auf dem Land sicher noch ├╝blich auf Bauernh├Âfen, aber auch dort wird es sicher immer weniger.

Heutzutage leben so viele Menschen alleine in Ein- oder Zweizimmer-Wohnungen. *seufz*
by Ursi @15.08.2018, 03:45

Dazu kann ich nur sagen... da n├╝tzt der ganze gute Wille nichts... wenn es Einer nicht akzeptiert.
.Auch wenn sich alle miteinander gut vertragen... hat alles Vor- und Nachteile.
by Lina @15.08.2018, 00:59

Dein Kommentar
 Cookie löschen


Zum Schutz vor Spammern gib bitte die Buchstaben/Zahlen vom Bild ein. Falls Du den Code nicht lesen kannst, klicke auf "Vorschau", dann wird ein neuer angezeigt: